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10.10.2016

17:43 Uhr

Musterdepots

Keine Kurssprünge in Sicht

Musterdepot-Autor Georgios Kokologiannis hat sein Depot defensiv aufgestellt. Für ihn spricht derzeit nichts für eine Fortsetzung der Hausse an den US-Börsen.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Nichts spricht derzeit für eine ausgeprägte weitere Ausdehnung der bisherigen Hausse an der Wall Street. Entsprechend defensiv ist das Musterdepot aufgestellt. Mit mehreren Zertifikatepositionen setze ich darauf, dass die US-Aktienkurse in den kommenden Wochen entweder seitwärts weiterlaufen – oder nachgeben. Vor allem weil geldpolitisch bestenfalls nur mit einer weiteren Verzögerung der überfälligen Leitzinsanhebung zu rechnen ist – höchstens bis Anfang kommenden Jahres.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Gleichzeitig deutet auch die fundamentale Perspektive nicht auf marktbreite Kurssprünge hin: Der laufende Wirtschaftsaufschwung hält inzwischen mehr als sieben Jahre an – und damit knapp doppelt solange wie die durchschnittliche historische Dauer. Gleichzeitig erwarten Analysten für das jetzt anlaufende Berichtsquartal der US-Firmen den sechsten Gewinnrückgang in Folge – und das bei extremen Börsenbewertungen. Ein Rückblick zeigt: Solch eine Gewinnrezession gab es seit der Immobilien- und Finanzkrise nicht mehr.

Laut dem führenden Datendienst FactSet prognostizieren die Experten momentan, dass die Erträge der fünfhundert bedeutendsten börsennotierten US-Unternehmen im S&P 500 Aktienindex im Drittel Quartal im Schnitt um über zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken sind. Richtungsweisend könnten die am Dienstagabend anstehenden Firmenzahlen des Aluminiumkonzerns Alcoa sein, der traditionell die Berichtssaison in den USA eröffnet.

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