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21.12.2016

17:30 Uhr

Musterdepots

Keine Überraschungen aus Rom

Alexander Kovalenko wagt eine Einschätzung zur Bankenkrise Italiens. Sönke Niefünd macht der Devisenmarkt ein Strich durch seine Rechnung. Und Georgios Kokologiannis nimmt Abschied von seinem Renditebringer.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

In den letzten Wochen haben wir bereits über die Probleme der italienischen Banken geschrieben. Ganz kurz zusammengefasst haben viele Finanzinstitute mit den notleidenden Krediten zu kämpfen und brauchen dringend frisches Kapital. Als Symbol für diese Problematik steht die drittgrößte italienische und gleichzeitig weltweit älteste Bank, Monte dei Paschi aus Siena.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Am Mittwoch teilte das Geldinstitut mit, dass die Lage – was für eine Überraschung! – deutlich ernster als bisher angenommen sei und die Liquidität nur noch für vier Monate reiche. Am selben Tag hat das italienische Parlament grünes Licht für eine Kreditlinie von bis zu 20 Milliarden Euro zur Unterstützung des Bankensystems gegeben. Monte dei Paschi braucht bis Ende des Jahres etwa fünf Milliarden Euro, um überleben zu können.

Eine Teilverstaatlichung ist dabei das wahrscheinlichste Szenario. Unseres Erachtens werden die letzten Ereignisse charakteristisch für die nächsten Monate sein. Bei vielen Geldhäusern werden die überlebenswichtigen Kapitalspritzen höher ausfallen als bisher angenommen. Der italienische Staat wird ebenfalls wohl mehr als die erwähnten 20 Milliarden in das Finanzsystem pumpen müssen.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

21.12.2016, 17:55 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.
http://www.handelsblatt.com/netiquette

Account gelöscht!

22.12.2016, 08:16 Uhr

"Herr Josemin Hawel"
"Und immer nur geht alles gegen Merkel. Ich finde, dass Handelsblatt sollte etwas gegen krude Propaganda und auch Textmüll wie den von Hoffmann unternehmen."

Das ist ja wohl unerhört.
Da gibt man sich täglich von morgens bis abends die Mühe jeden Artikel,aber auch wirklich jeden zu kommentieren, und zu vielen Themen der Artikel habe ich wirklich keine Ahnung, dann wird man auch noch beschimpft.
Dabei kläre ich die Leute doch nur über Putin und Trump auf, zwei echte Kerle.
Wo wir mit unserem sprechenden Hosenanzug hingekommen sind sieht man ja wohl aktuell.
Danke

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