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04.11.2014

20:22 Uhr

Musterdepots

Kleine Anpassungen, großer Effekt

Alexander Kovalenko nimmt zwei kleine Anpassungen vor, um die Rendite zu steigern, Daniel Hupfer sieht kleine Konjunkturverbesserungen und Georgios Kokologiannis schaut sich Gold näher an. Die Musterdepots.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Am Dienstag haben wir im Rahmen unseres Aktienkernportfolios zwei kleine Anpassungen unternommen. Zum einen wurde die Neste Oil Position leicht reduziert. Die Aktie des finnischen Ölverarbeitungsunternehmen hat sich seit Mitte Juli sehr gut entwickelt und ist derzeit mit einer Performance von rund 23 Prozent der Spitzenreiter seit Auflage unseres Musterdepots. Zum Zeitpunkt des Depotaufbaus haben wir ins fallende Messer gegriffen, da sich der Aktienkurs damals im Sinkflug befand. Der Titel war sehr günstig und das Geschäftsmodell des Unternehmens gefiel uns. Im April wurde der Neste Oil Bestand aufgestockt, was sich, Standpunkt heute, ausgezahlt hat. Dabei bleibt die Aktie immer noch günstig und selbst nach der Bestandsreduzierung unsere größte Position.

Zum anderen wurde Rheinmetall leicht aufgestockt. Die Aktie des Zulieferungs- und Rüstungsunternehmens befindet sich aus verschiedenen Gründen seit März dieses Jahres im Sinkflug, und hat in dieser Periode mehr als 40 Prozent verloren.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Gleichzeitig ist unseres Erachtens so ein massiver Kurseinbruch fundamental nicht begründet. Zweifelsohne schwächelt aktuell die Rüstungssparte. Man darf aber nicht vergessen, dass das margenstärkere Zulieferergeschäft, in dem mehr als 50 Prozent des Umsatzes erzielt wird, hervorragend läuft.

Am Montag hat das Unternehmen die EBIT-Prognose für 2014 wegen der Schwierigkeiten im Rüstungsgeschäft gesenkt, was den Aktienkurs stark unter Druck gesetzt hat. Wir sind der Meinung, dass die letzten Kursverluste übertrieben waren und die tatsächliche mittelfristige Lage des Düsseldorfer Unternehmens nicht korrekt abbilden. Dementsprechend wurde die Rheinmetall-Position aufgestockt.  

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