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18.10.2015

15:06 Uhr

Musterdepots

Kommt die US-Zinswende erst Ende 2016?

Mehr als zwei Drittel der Investoren rechnen inzwischen damit, dass die US-Notenbank Fed frühestens ab 2016 die Zinsen anhebt. Die Vorstellungskraft unseres Autors Georgios Kokologiannis geht da noch weiter.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Wann wird die US-Notenbank Fed die Leitzinsen in den USA erhöhen? Obwohl Fed-Chefin Janet Yellen in den vergangenen Monaten wiederholt angedeutet hat, dass es noch im laufenden Jahr soweit sein dürfte, nimmt ihr das die Mehrheit der Markakteure nicht mehr ab. Das zeigen aktuelle Erhebungen. Mehr als zwei Drittel der Investoren rechnen inzwischen damit, dass die Fed frühestens ab 2016 die Leitzinswende einleitet.

Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass Yellen sogar mindestens bis zu den Präsidentschaftswahlen in den USA im November 2016 keine Zinswende wagen wird. Die konjunkturelle Entwicklung in den USA hat den aktuellsten Wirtschaftsdaten zufolge ihren Höhepunkt offenbar durschritten. Damit hat die Fed das optimale Zeitfenster für eine erste Zinserhöhung spätestens im Frühjahr des laufenden Jahres durch ihr Zögern verpasst.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die weltweit größte Volkswirtschaft in den kommenden zwölf Monaten in eine Rezession abgleitet ist auf 15 gestiegen - dem höchstem Wert seit zwei Oktober 2013. So das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Informationsdienstleisters Bloomberg.

Janet Yellen wird sich davor hüten, ausgerechnet in dieser Gemengelage durch eine restriktivere Geldpolitik die US-Wirtschaft endgültig in den Abschwung zu stoßen und die Wahlchancen der Demokraten von Barack Obama zu schwächen, dem sie ihr Amt zu verdanken hat.

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