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15.05.2014

19:47 Uhr

Musterdepots

Konjunkturlokomotive Deutschland hilft den Börsen

Die deutsche Konjunktur entwickelt sich weiterhin prächtig. Davon können auch die Musterdepots profitieren. Glaubt man den Frühindikatoren wird sich an der positiven Grundstimmung so schnell nichts ändern.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Der Portfoliomanager des „Dividende und Eigenkapital Deutschland“-Wikifolios Holger Degener weist in seinem Kommentar auf eine gut angelaufene Quartalsberichtssaison hin. Die meisten Unternehmen aus seinem Wikifolio konnten ihre Gewinne steigern. Besonders interessant sind die guten Ergebnisse von solchen zyklischen Werten wie Aurubis oder Thyssen-Krupp, die entsprechend positive Kursreaktionen auslösten. Da die Börsen normalerweise den Konjunkturverlauf antizipieren, könnte es als ein gutes Zeichen für die künftige Konjunkturentwicklung interpretiert sein.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die am Donnerstag veröffentlichten aktuellen Wirtschaftsdaten aus der Euro-Zone sind allerdings im ersten Quartal nicht besonders gut ausgefallen. Frankreich stagnierte, das Bruttosozialprodukt in Spanien und Italien fiel überraschend um jeweils 0,7 Prozent beziehungsweise 0,1 Prozent. Eine positive Ausnahme stellt, wie in den letzten Jahren sehr häufig, Deutschland dar.

Der starke Binnenkonsum, getätigte Investitionen seitens des Staates und der Unternehmen sowie die vom milden Winter profitierte Bauindustrie haben den gebremsten Außenhandel mehr als auffangen können. Dank einem starken Wachstumsschub von plus 0,8 Prozent in der Bundesrepublik hat die Gesamteurozone ihre Wirtschaftsleistung um plus 0,2 Prozent steigern können. Der bescheidene Konjunkturverlauf macht das von uns gestern angesprochene mögliche Eingreifen der Europäischen Zentralbank noch wahrscheinlicher.

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