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06.04.2016

18:36 Uhr

Musterdepots

Konsum sorgt für solides Wachstum

Musterdepotstratege Alexander Kovalenko zeigt auf, welche Wikifolios mit Aktien sich in der Vergangenheit bewährt haben. Und Mitbewerber Georgios Kokologiannis will mit „Sprintern“ zum Erfolg gelangen.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

DüsseldorfNachdem das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer, der Ifo-Index, zuletzt wieder etwas angestiegen ist, konnten gestern auch die Zahlen zur deutschen Industrieproduktion positiv überraschen. Zwar ging die Produktion im Februar um 0,5 Prozent gegenüber dem Januar zurück, erwartet worden war allerdings ein deutlich stärkerer Rückgang. Nach dem starken Plus bei der Industrieproduktion im Januar hatten Volkswirte mit einem deutlichen Minus im Februar gerechnet.

Unter dem Strich zeichnet sich damit ab, dass das Wachstum des deutschen Bruttoinlandsprodukts im 1. Quartal sehr ordentlich ausfallen wird. Vor allem die Bauproduktion hat sich aufgrund des milden Winterwetters überdurchschnittlich gut entwickelt und sorgt damit für einen kräftigen konjunkturellen Impuls.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Aufgrund der zuletzt weniger guten Auftragseingänge rechnen wir aber nicht damit, dass das hohe Niveau der ersten beiden Monate gehalten werden kann. Für das Gesamtjahr erwarten wir aber ein solides Wachstum von 1,4 Prozent.

Die konjunkturelle Schwäche in vielen Schwellenländern wirkt sich derzeit negativ auf die Ausfuhren deutscher Unternehmen aus. Insbesondere nach Brasilien und Russland, aber auch nach China wird weniger exportiert. Aufgefangen wurde diese Schwäche allerdings von zunehmenden Exporten in die USA und nach Großbritannien.

Für das solide Wachstumsplus 2016 sorgt aber vor allem der sehr starke deutsche Konsum. Eine Beschäftigung auf Rekordniveau sowie anhaltende Gehaltszuwächse sorgen für diese Entwicklung.

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