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06.08.2015

19:57 Uhr

Musterdepots

Konsumampel steht auf grün

Handelsblatt-Musterdepotstratege Georgios Kokologiannis schaut sich jetzt den Ölmarkt genauer an. Und Alexander Kovalenko sieht weiterhin Kurspotenzial für die Aktie des Düsseldorfer Rüstungskonzerns Rheinmetall.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die Ampel für den deutschen Konsum steht auf grün. Gleich mehrere Faktoren wirken sich positiv auf den privaten Verbrauch aus. Gemessen am GfK-Konsumklima lag die Stimmung der deutschen Konsumenten in den letzten drei Monaten bei knapp über 10 Punkten und damit deutlich über dem langjährigen Mittel von 5,2 Punkten.

Auch die harten Fakten stützen die Kauflaune: Gestützt durch eine niedrige Inflationsrate und höhere Lohnabschlüsse lagen die real verfügbaren Einkommen zuletzt um 2,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Ähnlich gute Zahlen gab es letztmals im Jahr 1992 zu verzeichnen, vor mehr als zwanzig Jahren.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Und auch der Arbeitsmarkt in Deutschland zeigt sich weitgehend stabil. Wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte, nahm die Zahl der Arbeitslosen zwar im Juli saisonbereinigt um 9.000 Personen zu, doch die ebenfalls saisonbereinigte Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 6,4 Prozent.

Wir rechnen damit, dass sich die bereits gute Lage am Arbeitsmarkt nach den Sommer-monaten nochmals moderat verbessern wird. Damit sind praktisch alle Voraussetzungen dafür erfüllt, dass der private Konsum überdurchschnittlich zulegt und zum wichtigsten Wachstumstreiber der deutschen Wirtschaft wird.

Wir halten es zudem für wahrscheinlich, dass die Politik der EZB verstärkt Wirkung bei den Konsumenten entfalten wird: Angesichts der niedrigen Verzinsung konservativer Anlagen dürfte die Sparquote in Deutschland von derzeit rund 10 Prozent zukünftig sinken.

Kommentare (1)

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Herr stefan kinlel

06.08.2015, 20:55 Uhr

Ehrlich? Das nervt. Apple super Idee, Degner super Idee, auch Erz und Kohle auf dem Tiefstpunkt (?) einfach nur klasse. Nur nichts zuendet, insbesondere nicht der Wiki Schrott, der einen an die Fortsetzung der Harz 4 Power Seller erinnert.
Und der Dritte traut den Märkten gar nichts zu und steht an der kuriosen Seitenlinie mit max 6% Rendite.
Kann man sich diese Kolumne auch sparen.

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