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31.01.2016

16:25 Uhr

Musterdepots

Kurse runter, Portfolio rauf

Die Macher der Musterdepots sind zufrieden: Die Stimmung der deutschen Verbraucher ist immer noch gut und die US-Wirtschaft wächst weiter. Eine besonders positive Zwischenbilanz zieht Georgios Kokologiannis.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Frankfurt am MainZwei Jahre sind vergangen seit dem Start der Musterdepots. Zeit für die regelmäßige Zwischenbilanz: Insgesamt bin ich weiterhin sehr zufrieden. Das Portfolio entwickelt sich in Übereinstimmung mit meinen beiden übergeordneten langfristigen Zielen: Einer jährlichen Rendite von durchschnittlich sechs bis acht Prozent - und einer deutlich niedrigeren Wertschwankung im Vergleich zum Gesamtmarkt.

Der aktuelle Wertzuwachs von mehr als 16 Prozent befindet sich genau im angepeilten Ertragskorridor. Und obwohl der Dax mittlerweile seinen kompletten Vorjahresgewinn eingebüßt hat, liegt das Portfolio auch auf Zwölfmonats-Sicht komfortabel im Plus.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Zudem wurde der Renditeabstand zum Benchmark-Index Stoxx 50 auf mehr als 15 Prozent ausgebaut.

Wegen des hohen Anteils an speziellen Anlagezertifikaten, die sich asymmetrisch zum Aktienmarkt entwickelten, lässt sich das Risikoprofil des Handelsblatt-Depot derzeit wie folgt skizzieren: Rutschen die Börsenkurse weiter ab, partizipiert das Portfolio nur zu rund 75 Prozent an diesen Verlusten.

Legen die Notierungen dagegen um bis zu einem Zehntel zu, liegt die Beteiligung daran deutlich höher - bei mehr als 160 Prozent. Im Gegenzug ist der Maximalgewinn begrenzt.

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