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07.04.2014

19:33 Uhr

Musterdepots

Kursgrafik sorgt für Unruhe unter Anlegern

Ein Vergleich zwischen der aktuellen Hausse und der 80er-Jahre-Rally, die mit dem bis heute größten prozentualen Tagesverlust des Dow Jones-Indexes endete, sorgt für Unruhe bei Börsianern. Nur Humbug oder ernste Lage?

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Es ist keine zwei Monate her, da machte ein Horror-Börsenchart die Runde: Er zog eine Parallele zwischen dem Crash von 1929 und heute: Legte man die damalige und die aktuelle Kursentwicklung an der Wall Street übereinander, dann sah es aus, als befänden sich die Märkte wieder vor einem  Absturz wie zu Beginn der Großen Depression.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Jetzt sorgt eine ähnliche Kursgrafik für erneutes Aufsehen: Jim Paulsen, Chef-Anlagestratege bei Wells Capital Management, einer Tochter der amerikanischen Großbank Wells Fargo, zieht einen Vergleich zwischen der aktuellen Hausse und der Rally in den 80er-Jahren, die am 19. Oktober 1987 nach über als 1300 Handelstagen endete – mit dem bis heute größten prozentualen Tagesverlust des Dow Jones-Indexes.

Auch wenn es der in weiten Strecken ähnliche Chartverlauf Nahe legt, dass diesmal in etwa einem Monat der große Knall folgen könnte: Einen punktgenauen „Schwarzen Montag“ erwartet Paulson zwar nicht – dafür aber einen Kursrutsch von bis zu zehn Prozent innerhalb der kommenden Monate. Trotzdem sorgt der Chartvergleich im Internet für Unruhe unter den Anlegern.

So zurückhaltend ich derzeit wegen der bereits hohen Aktienbewertungen agiere: Grundsätzlich halte ich solche Chart-“Analysen“ für Humbug. Eine Korrektur von zehn Prozent – so wie sie Wells-Capital-Mann Paulson sieht, ist allerdings auf dem aktuellen Bewertungsniveau jederzeit drin. Dagegen habe ich mein Depot gewappnet.

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