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18.12.2016

15:21 Uhr

Musterdepots

Kurzfristige Prognosen gehören ins Wettbüro

Für die strategische Vermögensplanung sind kurzfristige Prognosen nichts anderes als Wetten, meint Musterdepotstratege Alexander Kovalenko. Er empfiehlt seinen Anlegern eine andere Strategie.

Sönke Niefünd

Sönke Niefünd

Sönke Niefünd

FrankfurtIn der letzten Börsenwoche vor Weihnachten dürfte weiterhin eine positive Stimmung sein, die Jahresendrally läuft. Der deutsche Leitindex hat am Hexensabbat zeitweise ein neues Jahreshoch markieren können. In den letzten neun Tagen stieg der Dax um rund 850 Punkte oder 8 Prozent nach oben.

Am Freitagmittag sprang der Euro Stoxx 50 nach oben und notierte mit 3.277 Punkten auf Jahreshoch. Den Auslöser lieferte der Dezember-Verfall am Terminmarkt. Der Dow-Jones-Index blieb in Reichweite seines Rekordhochs und der psychologisch wichtigen Marke von 20.000 Punkten.

Sönke Niefünd

Der Anleger Niefünd

Das Anlageziel besteht darin, nachhaltig zu investieren und dabei einen langfristigen Vermögenszuwachs zu erzielen. Dazu werden je nach Einschätzung der Wirtschafts- und der Börsenaussichten Wertpapiere erworben und veräußert. Dabei wird besonders auf die Risikostreuung geachtet.

Der Stratege Niefünd

Unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien der Themengebieten Umwelt (Environment), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance), auch ESG-Ansatz genannt. Das Mandat wird aktiv gemanagt, gleichzeitig werden jedoch strategisch langfristig Positionen gehalten. Wir verfolgen die Umsetzung der „Politik der ruhigen Hand“. Es werden Fonds, ETFs und Einzeltitel gekauft, die unseren Kriterien erfüllen. Die Auswahl der Einzeltitel erfolgt in den Themengebieten innerhalb der 4 Säulen Wirtschaftliches, Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG-Ansatz). Ausgewählte Wertpapiere haben in jedem Bereich mindestens 65 Punkte von 100 Punkten im Bereich der Nachhaltigkeit. Zudem kommen Negativkritieren und ein Best-in-Class Ansatz bei der Einzeltitelauswahl zum Tragen.

Die Regeln Niefünd

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Sönke Niefünd hat allerdings zum 1. August 2016 das Depot von Daniel Hupfer von der M.M. Warburg übernommen. Den Kommentatoren steht es frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Der Dow-Jones-Index schloss die sechste Handelswoche in Folge mit einem Plus. Dies war dem Index zuletzt vor über einem Jahr gelungen. Es ist erstaunlich, wie sich das Sentiment seit der US-Präsidentschaftswahl verändert hat.

Konjunkturdaten kamen zum Wochenausklang nur vom Immobilienmarkt: Die Baubeginne sind im November überraschend stark um 18,7 Prozent eingebrochen, während Volkswirte den Rückgang auf lediglich 6,8 Prozent geschätzt hatten. Jedoch wurde der Anstieg vom Oktober nach oben revidiert. Die Baugenehmigungen gingen um 4,7 Prozent zurück; erwartet wurde ein Rückgang um 1,6 Prozent.

Die Dollar-Stärke, die den Euro am Donnerstag bis auf 1,0366 Dollar abwerten ließ, verlor etwas an Fahrt. Der schwächere Dollar sorgte an den Rohstoffmärkten für etwas Entspannung nach den jüngsten Preisrückgängen. Ein starker Dollar dämpft normalerweise das Interesse von Käufern aus dem Nicht-Dollarraum an Rohstoffen wie Öl oder Gold. Der Goldpreis legte zum US-Settlement um 0,7 Prozent auf 1.137 Dollar zu. Am Vortag war der Preis für die Feinunze noch auf den tiefsten Stand seit zehn Monaten gerutscht.

Wir werden unsere Aktienpositionen in diesem positiven Sentiment weiter bestehen lassen. Sollten wir vor Heiligabend das Geschenk bekommen, dass der Dax über 11.500 Punkte notiert, dann werden wir unsere Positionen mittels einer sogenannten Trailing Stop-Order absichern. So sichern wir die Gewinne ab und halten uns das Potential nach oben offen.

Bei der Goldposition werden wir bei einem Kurs von 1.100 US-Dollar die Position noch mal mittels Zukäufe stärken und so unseren Einstiegskurs verbilligen.

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