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29.12.2016

16:21 Uhr

Musterdepots

Lichtblicke in Österreich

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, der Handel an der Börse ist absolut überschaubar. Depotstratege Alexander Kovalenko freut die gute Performance der österreichischen Industrie. Die Musterdepots im Überblick.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Die österreichische Industrie befindet sich in einem klaren Aufwärtstrend. Der Bank Austria-Einkaufsmanagerindex ist im Dezember von 55,4 auf 56,3 Punkte gestiegen und hat somit den höchsten Stand seit mehr als fünf Jahren erreicht. Vor allem im Investitionsgüter- sowie im Vorleistungsgüterbereich laufen die Geschäfte besonders gut.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Für das gute Abschneiden des Konjunkturindikators sorgte in der ersten Linie eine starke Zunahme von Neu- und Folgeaufträgen im Dezember. Das Auftragswachstum war so stark wie seit dem Frühjahr 2011 nicht mehr und kam vor allem aus dem Ausland. Deshalb haben die österreichischen Industriebetriebe die Produktion ausgeweitet und neues Personal eingestellt. Der Chefökonom von Bank Austria, Stefan Bruckbauer, geht davon aus, dass der positive Trend sich auch im nächsten Jahr fortsetzen wird.

Wir sind mit zwei Positionen – dem Öl- und Gaskonzern OMV sowie dem Stahlkonzern Voestalpine – am österreichischen Aktienmarkt investiert. Die beiden Titel weisen seit Anfang des Jahres eine starke Wertentwicklung von jeweils über 30 Prozent (inklusive Dividende) auf. Gleichzeitig bleiben OMV und Voestalpine laut unseres Modells signifikant unterbewertet und werden weiter gehalten. 

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

29.12.2016, 17:12 Uhr

@Depot Sönke Niefünd
Eine Aktienquote von 31,5 % spricht nicht gerade für überbordenden Optimismus. Dass bei einer solch niedrigen Quote die Positionen auch noch abgesichert werden, deutet in die gleiche Richtung. Weiterhin werden für Ende 2017 leichte Verluste erwartet. Und für den Jahresverlauf 2017 eine hohe Volatilität.

Vielleicht können Sie bei Gelegenheit einmal erklären, warum Sie bei solch negativen Einschätzungen und Erwartungen überhaupt Aktien in Ihr Depot legen. Wie wäre es mit einer Festgeldanlage? Da verlieren Sie wenistens kein Geld. Sie brauchen sich nicht abzusichern. Und wegen der hohen Volatilität müssen Sie sich nicht ständig Sorgen machen.

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