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10.03.2016

17:09 Uhr

Musterdepots

Mama mia, Mario!

Die EZB öffnete die Geldschleusen am Donnerstag weiter als jemals zuvor. Damit schickt Mario Draghi die Kurse auf einen wilden Ritt. Wie die Musterdepot-Autoren ihre Anlagestrategie nun ausrichten.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

EZB-Präsident Mario Draghi hat die Kapitalmärkte mit seinen Maßnahmen vom Donnerstag nicht enttäuscht. So wird die Geldpolitik der Europäischen Notenbank noch expansiver. Insbesondere den Banken greift Draghi unter die Arme und animiert sie mit weiterem billigen Geld zu einer höheren Kreditvergabe. Die internationalen Kapitalmärkte haben sehr volatil auf die Maßnahmen und die Pressekonferenz reagiert.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Während die Aktienmärkte, der US-Dollar sowie zehnjährige Bundesanleihen zunächst sehr fest tendierten, führte der weitere Verlauf der Pressekonferenz wieder zur Normalisierung. In den kommenden Tagen werden Volkswirte und Analysten damit beschäftigt sein, die Auswirkungen zu analysieren. Wir nehmen in unserem Depot zunächst keine Änderungen vor und lassen den Fokus auf Aktien bestehen.

Wir haben derzeit annähernd eine Aktienquote von etwas über 60 Prozent. Anleihen und Anleihefonds sind mit gut 25 Prozent gewichtet. Für Opportunitäten halten wir eine Cashquote von etwas über zehn Prozent vor.

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