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18.01.2016

18:22 Uhr

Musterdepots

Marktreaktionen sind übertrieben

Unser Autor glaubt, dass der starke Absturz an den Börsen seit Jahresbeginn übertrieben war. Er rät, jetzt ruhig zu bleiben und bei Gelegenheit nachzukaufen.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Bereits Mitte Januar hat der Dax nicht nur den vollständigen Wertzuwachs aus 2015 eingebüßt, sondern zusätzlich auch das komplette Kursplus des Vorjahres ausgelöscht. Auf zwischenzeitlich 9.457 Punkte ist der deutsche Leitindex mittlerweile eingebrochen – und ist damit deutlich aus der Handelsspanne herausgefallen, die Experten für das Gesamtjahr 2016 prognostiziert haben.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

In einer Handelsblatt-Umfrage hatten Ende Dezember 35 Banken im Schnitt angegeben, dass der Dax in den kommenden zwölf Monaten höchstens bis auf 9.710 Zähler abrutschen würde. Insgesamt hat nur etwa jedes vierte befragte Finanzinstitut damit gerechnet, dass ein Rückfall bis auf das jetzt erreichte Jahrestief möglich sei. Mit diesem zwölfprozentigen Kurssturz seit Anfang des Jahres hat sich der Dax meinen Berechnungen nach fundamental betrachtet wieder in den Übertreibungsbereich hineinbewegt – diesmal Richtung Süden.

 

Daher schließe ich mich der jüngsten Einschätzung der DZ Bank an: „Die aktuelle Marktreaktion an den Aktienmärkten ist aus unserer Sicht übertrieben und war sicherlich auch zurückzuführen auf wenig Liquidität, schnell ausgeschöpfter Risikobudgets und Unwissenheit vieler Marktakteure zu den Ereignissen in China zu Jahresbeginn“, schreibt der Chefvolkswirt des Geldhauses, Stefan Bielmeier,  in einer aktuellen Einschätzung. Das Niveau „um 9.400/9.500 Dax-Punkte“ sei für Käufe aussichtsreich.

 Zum Jahresende rechnen die jüngst vom Handelsblatt befragten Bank-Strategen im Mittel übrigens mit einem Indexstand von 11.793 Punkten. Sollten sie sich nicht auch hier gänzlich irren und viel zu optimistisch getippt haben, dann bedeutete dies vom aktuellen Stand aus gesehen ein sattes Plus von knapp 24 Prozent für mutige Neueinsteiger.

Kommentare (2)

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Herr Peter Delli

18.01.2016, 18:36 Uhr

Ein Kommentator schreibt auch immer "Nachkaufen, wenn die Kurse im Keller sind" aber ich denke er meint unter 8500.

Account gelöscht!

19.01.2016, 12:16 Uhr

Schön das Sie sich an meine Kommentare erinnern können.
Leider ist die Kommentarfunktion fast immer gesperrt, was ich persönlich sehr schade finde.
Für mich ist es eine Möglichkeit soziale Kontakte zu pflegen.
Da Sie dann ja auch bestimt wissen, dass ich seit über 50 Jahren in internationale Prämiumaktien investiere, sehe ich die momentanen Marktbewegungen sehr gelassen.
Das habe ich alles schon zu oft gesehen.
Die Aktie ist alternativlos. Bei Schwäche nachkaufen und sich an der Dividende erfreuen.
Bei Schieflage nie verkaufen, also die internationalen Prämiumaktien, denn nur wer Verluste realisiert, der macht Verluste.

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