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08.06.2015

18:50 Uhr

Musterdepots

Minimalkompromiss ist das wahrscheinlichste Szenario

An den Börsen kocht das Thema Griechenland wieder hoch. Der Dax muss herbe Verluste verkraften. Die Musterdepot-Autoren versuchen einen kühlen Kopf zu bewahren und die negativen Auswirkungen der Talfahrt zu minimieren.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die Stimmung an den Kapitalmärkten trübt sich derzeit weiter ein. Der deutsche Aktienindex Dax hat mittlerweile über zehn Prozent von dem im April markierten Jahreshöchststand abgegeben und liegt seit Jahresanfang nur noch etwa 13 Prozent im Plus.

Die Belastungsfaktoren liegen auf der Hand: einerseits der Verhandlungspoker mit Griechenland und andererseits die Zinswende in den USA. Die nahezu täglichen Treffen auf höchster politischer EU-Ebene bringen derzeit keine sichtbaren Fortschritte für einen Konsens mit Griechenland. Allerdings scheint nach wie vor das politische und wirtschaftliche Risiko eines „Grexit“ aus Sicht der Troika zu hoch zu sein, anders ist das Durchhaltevermögen mit scheinbar unwilligen Verhandlungspartnern auf Seiten Griechenlands nicht nachzuvollziehen.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Wir glauben nach wie vor daran, dass ein Minimalkompromiss das wahrscheinlichste Szenario darstellt und sich die Marktstimmung dann wieder verbessern sollte. In unserem Privatbank-Depot haben wir derzeit eine Allokation von 70 Prozent Aktien, 25 Prozent Anleihen und knapp fünf Prozent Liquidität.

Während sich der Aktienbereich in den vergangenen Wochen zwar abgeschwächt, aber dennoch gut gehalten hat, ist der Performancebeitrag der Anleihen mit etwa einem Prozent nur noch knapp im Plus. Auch wenn wir eine Fortsetzung der Konsolidierung im Bereich der Anleihen in den kommenden Wochen nicht auszuschließen ist, sehen wir fundamental wenig Gründe für deutlich steigende Renditen.

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