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04.04.2016

09:31 Uhr

Musterdepots

Mit Asymmetrie zum Erfolg

Nach über zwei Jahren kann sich das Ergebnis bei Georgios Kokologiannis Depot sehen lassen – der asymmetrischen Anlagestrategie sein dank. Die schützt seine Anlage auch vor größeren Verlusten an der Börse.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Sechsundzwanzig Monate sind vergangen seit dem Start der Musterdepots. Zeit für die regelmäßige Zwischenbilanz: Insgesamt bin ich weiterhin zufrieden. Das Portfolio entwickelt sich in Übereinstimmung mit meinen beiden übergeordneten langfristigen Zielen: Einer jährlichen Rendite von durchschnittlich sechs bis acht Prozent - und einer deutlich niedrigeren Wertschwankung im Vergleich zum Gesamtmarkt. Der aktuelle Wertzuwachs entspricht umgerechnet einer Rendite von knapp sechseinhalb Prozent per annum und befindet sich exakt im angepeilten Ertragskorridor.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Zwar lag diese Erfolgskennzahl zwischenzeitlich auch schon deutlich oberhalb der Zielspanne. Doch vor dem Hintergrund, dass der Vergleichsindex „Stoxx 50“ seit dem Start der Musterdepots Anfang inzwischen negativ rentiert, ist die Depot-Performance immer noch überzeugend. Den Abstand zur Gewinnentwicklung des Stoxx 50 hat das Handelsblatt-Portfolio zuletzt sogar ausgebaut – auf inzwischen über 18 Prozentpunkte.

Wegen des hohen Anteils an speziellen Anlagezertifikaten, die sich asymmetrisch zum Aktienmarkt entwickeln, lässt sich das Risikoprofil des Handelsblatt-Depot derzeit wie folgt skizzieren: Rutschen die Börsenkurse in den kommenden Monaten ab, partizipiert das Portfolio nur zu rund 65 Prozent an den Verlusten. Legen die Notierungen dagegen um bis zu etwa einem Zehntel zu, liegt die Beteiligung daran deutlich höher – im Schnitt bei mehr als 150 Prozent. Im Gegenzug ist aber der Maximalgewinn begrenzt.

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