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30.05.2016

18:00 Uhr

Musterdepots

Mit Beton zur Rendite

Um gut 30 Prozent haben sich die Aktien des irischen Zementherstellers CRH seit ihrem Tiefststand im Februar verteuert. Ein lohnendes Investment, findet Daniel Hupfer, zumal das Potenzial nicht komplett ausgeschöpft sei.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die Aktien des irischen Zementherstellers CRH haben sich in den vergangenen Wochen überdurchschnittlich gut entwickelt. Seit den Jahrestiefstständen im Februar dieses Jahres ging es um über 30 Prozent in die Höhe, damit liegt der Wert seit Jahresanfang nunmehr leicht im Plus.

Der global tätige Baustoffkonzern verkauft seine Produkte schwerpunktmäßig in den USA. Der Umsatzanteil liegt bei etwa 50 Prozent. Die andere Hälfte der Umsätze verteilt sich überwiegend über Europa, wobei Großbritannien den nächst größeren Absatzmarkt darstellt. Beide Regionen zeichnen sich aktuell durch eine rege Bautätigkeit aus.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

So konnte CRH seine Umsätze in den USA im 1. Quartal um 22 Prozent steigern, allerdings spielte hierbei der warme Winter eine wesentliche Rolle. Ebenfalls starke Nachfrage verzeichnete der Konzern in Asien mit einem Anstieg um 12 Prozent, der Anteil am Gesamtumsatz liegt hier aber bei unter 10 Prozent. Für den weiteren Jahresverlauf ist das Management weiter optimistisch.

Trotz des jüngsten Kursanstiegs ist das Bewertungsniveau von CRH noch unterhalb der Sektorbewertung, so dass die Aktien grundsätzlich noch weiteres Potenzial haben. Wir nehmen den Wert aber kurzfristig auf unsere Beobachtungsliste zum Verkauf, da das Tempo der Kurserholung in den vergangenen Wochen für einen zumindest temporären Rücksetzer spricht.

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