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20.07.2015

19:28 Uhr

Musterdepots

Mit dem Rückenwind der Berichtssaison

Auch die Autoren der Musterdepots atmen tief durch. Die Griechenland-Krise ist vorerst kein Thema mehr. Nun blicken sie auf die Berichtssaison der USA und Deutschland. Die Zahlen versprechen steigende Aktienkurse.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Der Beginn der Berichtssaison in den USA verlief durchaus verheißungsvoll: Von den gut 60 Unternehmen, die bislang ihre Quartalsergebnisse veröffentlich haben, konnten fast 75 Prozent die in sie gesetzten Erwartungen übertreffen.

Dies ist zum einen deswegen erfreulich, weil die Unternehmensanalysten im Vorfeld der Veröffentlichungen ihre Gewinnprognosen nicht so stark nach unten geschraubt haben, wie es sonst häufig der Fall war. Und zum anderen haben sich Befürchtungen, dass die nur mäßige wirtschaftliche Entwicklung, verbunden mit dem starken US-Dollar, den Unternehmen das Leben schwer machen könnte, bislang nicht bewahrheitet.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Sowohl Branchen mit einem hohen Anteil im Auslandsgeschäft, wie Technologie- und Industrieunternehmen, als auch Sektoren mit vornehmlichem Binnenmarktbezug, wie Konsumgüterunternehmen, gehören bislang zu den größten Gewinnern der Berichtssaison.

Unser US-Exposure bilden wir im Privatbankdepot über die Aktie von CVS Health, einem ETF auf den S&P 500 und einem ETF auf die Technologiebörse Nasdaq 100 ab. Die Position von CVS und das Nasdaq ETF liegen seit dem Kauf im vergangenen Jahr mit mehr als 60 Prozent im Plus, wobei allein die Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro einen Wertzuwachs von mehr als 20 Prozent gebracht hat. Während wir das weitere Aufwertungspotenzial des US-Dollar für begrenzt halten, gehen wir davon aus, dass die Kurse in den USA in der zweiten Jahreshälfte weiter zulegen werden.

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