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17.06.2014

21:32 Uhr

Musterdepots

Mit der richtigen Strategie Gewinne realisieren

Anlageentscheidung sind derzeit nicht besonders einfach. Die Autoren der Musterdepots versuchen mithilfe verschiedener Strategien dennoch Gewinne zu erzielen – zum Bespiel mit Multi-Faktor-Modellen.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Auch wenn bereits absehbar ist, dass meine größte Depotposition kaum weiter an Wert zulegen wird, halte ich noch einige Tage an den Reverse-Bonuszertifikaten fest (WKN: DT0FAS). Mit diesen speziellen Anlageprodukten habe ich seit Auflegung der Musterportfolios Anfang Februar darauf gesetzt, dass der Dax bis diesen Freitag nicht die Marke von 10.500 Punkten erreicht – und seitdem rund 800 Euro verdient.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Da es ziemlich unwahrscheinlich ist, dass diese Wette in den verbleibenden Handelstagen doch noch verloren geht, hat sich der Kurs der Zertifikate bereits jetzt mit 81,90 Euro nur ein paar Cent unterhalb des maximalen Rückzahlbetrags von 82 Euro festgesetzt. Zwar könnte ich die Papiere schon jetzt vorzeitig verkaufen und die Gewinne realisieren, doch ich entscheide mich dafür, noch bis kommenden Mittwoch zu warten.

Dann erfolgt die planmäßige Rückzahlung durch den Emittenten, in diesem Fall ist das die Deutsche Bank: Die Zertifikate werden automatisch aus den Depots der Investoren ausgebucht und im Gegenzug der Rückzahlbetrag auf dem Verrechnungskonto gutgeschrieben. Dadurch spare ich die Transaktionskosten - bei den Musterdepots sind das immerhin eine Viertel Prozent der Anlagesumme.

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