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18.05.2015

19:30 Uhr

Musterdepots

Mit der Schützenhilfe der EZB

Trotz der unruhigen Anleihemärkte will die EZB bei ihrem Kurs bleiben. Das Anleihekaufprogramm dürfte die Aktienmärkte also weiterhin unterstützen. Die Musterdepots der Autoren dürften davon ebenfalls profitieren.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Ein Direktoriumsmitglied der EZB –Yves Mersch – hat am Montag bekräftigt, dass die Europäische Zentralbank ihr Tempo und Volumen bei der Realisierung des Anleihekaufprogramms auf jeden Fall beibehalten will. Das gesetzte Ziel von etwa zwei Prozent Preissteigerung müsse so schnell wie möglich erreicht werden, so der Luxemburger.

Die EZB rechnet laut eigenen Angaben nicht damit, dass die durchschnittliche Inflation in der Euro-Zone bis zum Herbst über 1,5 Prozent steigen wird. Deswegen sei eine vollständige Umsetzung des Programms mindestens bis zum Erreichen des gewünschten Preissteigerungstempos sehr wichtig, so der EZB-Chef Mario Draghi.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Unter den Marktteilnehmern mehren sich allerdings die Stimmen, dass das Volumen der monatlichen Käufe unter der Berücksichtigung des Netto-Anleiheangebots auf dem Markt angepasst werden sollte. 

Im Prinzip sollte dies möglich sein, denn laut Herrn Draghi ist das Kaufprogramm flexibel gestaltet. Die Notenbanker werden aber hochwahrscheinlich erst mal mit aller Kraft versuchen, die Inflationsrate von zwei Prozent zu erzielen.

Kommentare (1)

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Herr Arthur Dent

19.05.2015, 13:12 Uhr

@Herr Kokolores: Inzwischen sind Sie ggü. dem bestperformenden Depot um 21.000,- hinten. Das sind in Ihrer Rechnung sogar 40% p.a.

Es ist wirklich schade zu sehen, wie jemand mit dem Renommeé einer seriösen Wirtschaftszeitung hinter sich unterdessen bei fast jedem Kommentar dem "confirmation-bias" unterliegt. Zu jedem guten und schlechten Argument für fallende oder steigende Kurse findet sich ein Analyst/Marktbeobachter/Finanzexperte, der dieselbe Meinung vertritt.

Ausschließlich auf diesen berufen Sie dann Ihre Aktionen. Aber es ist gut, dass Sie den so kursfixierten Deutschen den Spiegel vorhalten. Der durchschnittliche Anleger wird sich, wie Sie ständig wechselnd, den Guru seines Vertrauens suchen und dann das machen, was dieser vorgibt.

Das machen Sie auch, nur leider - noch schlimmer - mit ständig wechselnden Gurus. Daraus folgt dann die Depotentwicklung, die man in seit langem einmaligen Zeiten pro-Aktie, mehrmals wöchentlich beobachten kann.

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