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19.02.2015

19:54 Uhr

Musterdepots

Mit nötiger Skepsis

Unsere Autoren sortieren aus. Daniel Hupfer trennt sich von Stada-Papieren. Georgios Kokologiannis wappnet sich gegen die US-Leitzinswende. Einzig Alexander Kovalenko ist optimistisch und setzt auf Rheinmetall-Aktien.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Am Mittwoch hat ein weiteres Mitglied unseres Musterdepots – Rheinmetall – seine vorläufigen Zahlen für das Jahr 2014 veröffentlicht. Das operative Ergebnis hat sich von 213 Millionen Euro im Vorjahr auf 102 Millionen zwar mehr als halbiert, dies war aber keine Überraschung für die Marktteilnehmer, die ihren Blick auf die Zukunftsperspektiven des Unternehmens fokussiert haben. Und die sehen vielversprechend aus.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die Geschäfte in der Autozulieferung laufen hervorragend. Die Sparte hat 2014 mit 184 Millionen Euro ein Rekordergebnis bei einer soliden Ebit-Marge von 7,5 Prozent erzielt. Die Rüstungssparte musste dagegen einen Verlust von 67 Millionen Euro, unter anderem wegen der geopolitischen Spannungen, verzeichnen. Auf der anderen Seite sind die Auftragsbücher prall gefüllt und weisen einen Orderwert von etwa 6,5 Milliarden Euro auf.

Dies ist eine sehr solide Basis für die Wachstumsperspektiven in den nächsten Jahren. Die Börsianer wurden von den vorgelegten Auftragsbeständen positiv überrascht und haben gleich zugegriffen. Die Aktie stieg im Tageshandel bis zu 7 Prozent und war der Tagesgewinner beim MDax.

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