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02.04.2014

20:41 Uhr

Musterdepots

Mit Zertifikaten gegen Rückschläge wappnen

Das Tempo an den Börsen nimmt ab. Um dennoch Renditen zu erzielen, nutzen die Autoren unterschiedliche Strategien. Georgios Kokologiannis nutzt Zertifikate, Alexander Kovalenko hat den europäischen Automarkt im Blick.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Anfang der Woche habe ich in spezielle Anlageprodukte investiert, die sich tendenziell entgegengesetzt zum Dax entwickeln (WKN: CZ82B8). Sollten die Aktienmärkte vorerst weiter zulegen, werde ich den Bestand an diesen Reverse-Bonuszertifikaten nach und nach aufstocken. Damit wappne ich mein Portfolio dagegen, dass die aktuelle Börsenrally allmählich ausläuft. Je höher der Index steigt, desto größer auch das Potenzial für Rückschläge.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Wichtig: Diese Zertifikate dienen lediglich als Ergänzung des bisherigen Musterdepots. Nur in Kombination mit den anderen Anlagebausteinen passen die Reverse-Papiere zu meiner auf Verlustvermeidung ausgerichteten Strategie. Denn sie erzielen zwar einen Ertrag von zehn Prozent solange der deutsche Leitindex bis Mitte Dezember nie auf 10.750 Punkte klettert. Das entspricht umgerechnet einer jährlichen Rendite von über 13 Prozent. Klettert der Dax allerdings über die Barriere, wird die Position für sich betrachtet zum Verlustbringer.

Konkret: Ab einem Dax-Anstieg über 10.750 Punkte wird der Zugewinn des Börsenbarometers in leicht überproportionale Verluste des Zertifikats umgewandelt. Legt der Dax bis zum Laufzeitende beispielsweise um rund 13 Prozent zu auf 10.800 Zähler, dann sinkt der Wert dieses Zertifikats um knapp 17 Prozent. Das überproportionale Minus ist der Preis dafür, dass bei diesem speziellen „Short“-Produkt erst oberhalb von 10.750 überhaupt Verluste anfallen.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

04.04.2014, 08:12 Uhr

Bei der angegebenen WKN handelt es sich um ein Discount Zertifikat auf den EStoxx50. Passt nicht zur Beschreibung im Text. Hat sich hier ein Zahlendreher eingeschlichen? Wenn ja, bitte ich um Richtigstellung. Danke.

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