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14.03.2016

16:42 Uhr

Musterdepots

Mitschwimmen im Notenbankgeld

Handelsblatt-Musterdepotstratege Daniel Hupfer hat auf die geldpolitischen Beschlüsse der Europäischen Zentralbank vom Donnerstag bereits reagiert und zugekauft. Er setzt auf Unternehmensanleihen.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Frankfurt am MainDie europäische Notenbank hat in der vergangenen Woche unter anderem beschlossen, im Rahmen der monatlichen Anleihekäufe Unternehmensanleihen mit zu berücksichtigen. Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass die Nachfrage in diesem Segment in den kommenden Monaten deutlich anziehen wird und sich die Anleihen im Kurs verteuern sollten. Wir haben daher gestern in unserem Depot zwei Transaktionen durchgeführt.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Einerseits haben wir einen weiteren Investmentfonds erworben, der in europäische Unternehmensanleihen investiert. Der Fokus des GamStar Credit Opportunities liegt dabei auf Nachranganleihen mit guter Bonität, das heißt einem Rating im Investmentgrade. Darüber hinaus haben wir uns an der gestrigen Neuemission der Deutschen Telekom beteiligt. In der langen Laufzeit bis 2028 haben wir 5.000 Euro gezeichnet.

Mit den jüngsten Transaktionen haben wir unsere Liquidität wieder nahezu vollständig abgebaut. Die Aktienquote liegt bei etwas über 60 Prozent. Das restliche Vermögen haben wir überwiegend in Unternehmensanleihen investiert. Vor allem die Anleiheinvestitionen sollten von den jüngsten Maßnahmen der EZB profitieren.

In den kommenden Wochen und Monaten werden wir weitere Neuemissionen im Anleihebereich prüfen und gegebenenfalls zeichnen. Allerdings müssen wir uns dann jeweils von bestehenden Investments trennen.

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