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16.09.2015

20:33 Uhr

Musterdepots

Mondi-Papiere lassen die Kassen klingeln

Durch den Verkauf einiger Aktien generiert Daniel Hupfer nachhaltigen Gewinn. Auch Neuinvestitionen in Rohstoffe sind möglich. Die anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank bleibt jedoch weiter im Hinterkopf.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

DüsseldorfWir haben uns gestern von den Aktien des Verpackungsherstellers Mondi getrennt und damit einen Gewinn von nahezu 50 Prozent seit Kauf realisiert. Das Unternehmen mit Sitz in Gauteng, Südafrika, hatte in den vergangenen Quartalen gute Zahlen zur Umsatz- und Gewinnentwicklung vorgelegt.

Dabei profitierte Mondi sowohl von einer Erholung der europäischen Konjunktur als auch von gestiegenen Preisen für Verpackungsmaterialien. In der jüngsten Aktienmarktkorrektur hatten sich die Aktien relativ betrachtet gut gehalten, mussten allerdings gestern aufgrund einer Herabstufung auf Verkaufen seitens der Analysten von Goldman Sachs kräftig Federn lassen.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Aus unserer Sicht werden im aktuellen Aktienkurs von Mondi die guten Aussichten des Unternehmens hinreichend reflektiert, was sich auch in der relativ hohen Bewertung im Vergleich zum Gesamtsektor zeigt. Wir nehmen daher die Gewinne mit.

Wir belassen den Verkaufserlös zunächst auf dem Konto. Tendenziell planen wir aber in den kommenden Tagen und Wochen, allerdings unter Berücksichtigung des US-Zinsentscheids und der Erläuterungen zur weiteren Entwicklung des US-Geldpolitik, die Aktienquote wieder zu erhöhen.

Dabei könnten wir nach mehreren Jahren ohne größeres Exposure erste Investitionen im Bereich der Rohstoffaktien vornehmen. Die scheinen uns nun nach dem mehrjährigen Preisverfall der Rohstoffe wieder aussichtsreich.

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