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07.07.2014

20:21 Uhr

Musterdepots

Negative Überraschungen nicht ausgeschlossen

Die Autoren blicken auf die kommende Berichtsaison von US-Unternehmen und einiger deutscher Firmen. Währen die US-Daten Anleger auf Gewinne hoffen lassen, hadern die deutschen Unternehmen mit schwacher Produktion.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine konnte einen großen Auftrag aus Brasilien gewinnen. Das Unternehmen wird bis Frühjahr 2015 circa 120.000 Tonnen Grobblech für eine Unterwasserpipeline liefern, die ein Ölfeld vom brasilianischen Öl-Giganten Petrobras mit dem Festland verbinden sollte. Laut Reuters Informationen sollte es sich hier um einen Vertragswert von rund 100 Millionen Euro handeln. Nach dem Vertrag mit Gazprom ist dies bereits der zweite bekanntgegebene Großauftrag der Österreicher in den letzten zwei Wochen. Laut Konzerninformationen wird momentan über weitere große Projekte in Mexiko und Indien verhandelt.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Ein weiteres Depotmietglied aus Österreich – der Öl- und Gaskonzern OMV – hat erste Erfolge bei den Probebohrungen in Norwegen erzielt. Es ist noch keine Entscheidung gefallen, ob das Unternehmen in der Barentssee eine richtige Förderung starten wird, man äußerte sich aber diesbezüglich sehr optimistisch. OMV hat massiv in den Ankauf neuer Felder in Norwegen investiert. Eine potentielle Förderung in der Barentssee würde den Konzern unabhängiger von krisengeschüttelten Regionen, wie zum Beispiel Libyen, machen.

Das Joint Venture von Peugeot Citroen (PSA) zusammen mit ihrem chinesischen Partner Dongfeng hat sein Umsatzziel für 2014 um etwa 50.000 Fahrzeuge erhöht. Das Chinageschäft der Franzosen läuft hervorragend: Im ersten Halbjahr 2014 wurden 24 Prozent mehr Autos als in der Vorjahresperiode produziert und somit eine doppelt so hohe Wachstumsrate als im Branchendurchschnitt verzeichnet. China ist der Schlüsselmarkt bei der Umsetzung des Umstrukturierungsprogramms von PSA. Bisher geht die Rechnung auf. Drei bereits existierende Produktionsstellen sind aktuell voll ausgelastet und eine weitere befindet sich in Planung.

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