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16.04.2014

19:47 Uhr

Musterdepots

Neue Chancen in China

Chinas Wirtschaft steuert auf das schlechteste Wirtschaftswachstum seit 20 Jahren zu. Doch die Börsen kümmert das momentan wenig. Durch den Umschwung könnten sich für Investoren nämlich bald neue Chancen ergeben.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

In China wurden heute Zahlen zum Wachstum der Volkswirtschaft für das erste Quartal 2014 veröffentlicht. Damit liegt der Staat mit der Veröffentlichung dieser Daten - zeitlich gesehen - weit vor allen anderen Industrienationen, welche erst in den kommenden Wochen das Zahlenwerk präsentieren. Mit einer Jahresrate von 7,4 Prozent wächst die chinesische Wirtschaft deutlich und erreicht nahezu das Ziel der Regierung, welches bei 7,5 Prozent pro Jahr liegt.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Allerdings kann der geringe Zuwachs von 1,4 Prozent im ersten Quartal als Zeichen schwächeren Wachstums gewertet werden, da die vorherigen Quartale einen deutlicheren Zuwachs aufwiesen. Da aber auf Jahresbasis die Erwartungen getroffen wurden, ist es unwahrscheinlich, dass der Staat oder die Notenbank weitere Maßnahmen ergreifen werden, um das Wachstum weiter zu stärken. Die dortigen Aktienmärkte reagierten nicht spürbar auf diese Nachrichten, wobei bereits in den letzten Tagen der Markt eher freundlichere Tendenzen aufwies, wovon unser China-ETF deutlich profitierte und ein guten Beitrag zur Portfolioentwicklung beitrug.

Erneut war der gestrige Tag von starken Kursverlusten an den Börsen geprägt. Auffallend ist aber die doch freundlichere Entwicklung in den USA. Der Dow Jones verlor zwar in der ersten Tageshälfte, konnte aber zum Schluss dann doch sogar im den positiven Bereich den Handel beenden. In Europa schlossen die Börsen nahe den Tiefstkursen und wiesen einen deutlichen Anstieg der Volatilität auf. Diese Situation unterstreicht nochmals die Notwendigkeit einer Diversifikation nicht nur nach Branchen, sondern eben auch nach Ländern und Regionen.

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