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02.03.2017

18:34 Uhr

Musterdepots

Neue Strategie für defensive Anleger

Börseneinbrüche schadlos zu überstehen lautete das erste Ziel von Handelsblatt-Musterdepotstratege Georgios Kokologiannis. Künftig wird das Depot flexibler positioniert, um das Anlagekapital langfristig zu mehren.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

FrankfurtDas defensive Musterdepot ist bisher darauf ausgerichtet gewesen, selbst Börseneinbrüche möglichst schadlos zu überstehen. Während der Vergleichsindex Stoxx 50 seit Auflegung bereits achtmal mehr als seine gesamten vorherigen Gewinne einbüßte, notierte das Portfolio tatsächlich durchgängig im Plus. Der Preis für die Sicherheit: Im Gegenzug verzichtet es in Phasen der Euphorie wie derzeit auf Rendite.

Seine Stärken ausspielen würde das bisherige Depot in den kommenden Monaten, falls Dax & Co. nach rund acht Jahren Hausse nur noch stagnieren – oder sogar deutlich korrigieren. In diesem Szenario würde der Portfolioertrag bis Dezember von jetzt 16 auf rund 25 Prozent klettern und ein neues Allzeithoch markieren.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Ab nächster Woche wird das übergeordnete Ziel des Portfolios nun geändert: Statt auf Verlustvermeidung selbst in extremen Abwärtsphasen ausgerichtet zu sein, wird es künftig flexibler positioniert. Dadurch soll ein weiterer aussichtsreicher Ansatz vorgestellt werden, mit dem Investoren ihre Renditeziele erreichen können – auch nach insgesamt acht Jahren Börsenhausse am deutschen Aktienmarkt.

Betreut wird das Redaktionsdepot nach dem Konzeptwechsel durch Handelsblatt-Redakteur Ulf Sommer. Nicht der kurzfristige Werterhalt um jeden Preis steht dann im neunten Jahr der laufenden Hausse künftig im Fokus, sondern vor allem die Mehrung des Anlagekapitals auf lange Sicht.

Hinweise zu den ausführlichen Berichten über die Musterdepots gibt es bei Twitter unter dem Konto: @kokologiannis

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