Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.04.2016

16:18 Uhr

Musterdepots

Neue Unternehmensanleihen sind gefragt

Musterdepotstratege Daniel Hupfer erklärt, warum er ein Engagement bei der neuen Anleihe des französischen Automobilherstellers Peugeot für vertretbar hält.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

DüsseldorfNeuemissionen im Bereich der Unternehmensanleihen werden von Investoren derzeit stark nachgefragt. Die Ankündigung der Europäischen Zentralbank, das laufende Anleiheaufkaufprogramm auf Unternehmensanleihen zu erweitern, hat zu dieser Entwicklung beigetragen. Auch wir haben in unserem Depot in den vergangenen Tagen und Wochen verschiedene Anleihen gezeichnet und damit innerhalb kürzester Zeit bereits einen positiven Performancebeitrag erzielt.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Unsere jüngste Zeichnung war die Neuemission des französischen Automobilherstellers Peugeot. Die Anleihe hat eine Laufzeit bis zum 14. April 2023 und einen Kupon von 2,375 Prozent. Mit einem Rating von „BB“ liegt die Anleihe unterhalb des Investmentgrade-Ratings und gehört damit nicht mehr zu den guten Bonitäten. Wir halten ein Engagement dennoch für vertretbar, da unser Anlagehorizont kurzfristiger Natur ist. Nach wenigen Tagen liegt die Anleihe bereits mit 2 Prozent im Plus. Da dies fast dem Jahreskupon entspricht, denken wir bereits über eine Gewinnmitnahme nach.

Problematisch bei der Zeichnung von Neuemissionen ist die Tatsache, dass viele Anleihen mit einer hohen Minimum-Stückelung begeben werden. Häufig beträgt der Mindestbetrag 100.000 Euro, sodass unter Berücksichtigung einer angemessenen Portfoliodiversifikation ein Erwerb solcher Anleihen nur bei größeren Vermögen vertretbar ist. Zudem müssen Kauf- bzw. Zeichnungs- und Verkaufsspesen berücksichtigt werden, was den Gewinn deutlich schmälert. Darüber hinaus sind die Zeitfenster für Zeichnungen sehr kurz, das heißt zwischen der Ankündigung und dem Ende der Zeichnungsfrist liegen nur wenige Stunden, sodass eine ständige Beobachtung des Anleihemarktes notwendig ist.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×