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10.02.2016

16:13 Uhr

Musterdepots

Niedrige Kurse als Einstiegschance nutzen

Unsere Experten nutzen die momentane Verkaufslaune an den Börsen, um Aktien günstig einzukaufen. Ein chancenreicher Titel ist der österreichische Stahlkonzern Voestalpine, der derzeit günstig zu haben ist.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine hat am Mittwoch die vorläufigen Ergebnisse für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres sowie eine Prognose für das Gesamtjahr präsentiert. Das Linzer Unternehmen hat, wie auch andere Branchenvertreter, mit dem Stahlpreisverfall und der schwachen Nachfrage aus der Öl- und Gas-Industrie zu kämpfen.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Auf der anderen Seite läuft das Geschäft mit den Automobil- und Flugzeugherstellern gut, die Nachfrage seitens Bahninfrastrukturkunden bleibt ebenfalls stabil. Die um Sondereffekte bereinigten Ergebnisse für das Gesamtjahr werden jedoch unter dem Vorjahresniveau liegen,  so der Voestalpine Chef Wolfgang Eder. Inklusive der Sondereffekte sollten sowohl der Umsatz, als auch das operative Ergebnis wachsen.

Gleichzeitig hat Wolfgang Eder eine Erweiterung des Sparprogramms um weitere 100 Millionen auf nun eine Milliarde Euro angekündigt. Ein Personalabbau sollte dabei laut Konzernchef vermieden werden. Es geht vor allem um Prozessoptimierungen und damit verbundene Kostensenkungen.

Wir sind der Meinung, dass die operative Geschäftslage des Konzerns trotz der aktuellen konjunkturellen Herausforderungen besser ist, als der Kursverlauf der Aktie dies vermuten lässt. Seit Juni 2015 hat sich der Aktienkurs fast halbiert. Laut unserer Analyse ist der Voestalpine Titel deutlich unterbewertet und verfügt mittel- bis langfristig über ein überdurchschnittliches Performancepotential.     

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