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30.01.2017

16:51 Uhr

Musterdepots

Niedrige Wertpapierquote in Deutschland

Für den Musterdepotstrategen Alexander Kovalenko haben deutschen Anleger im internationalen Vergleich einiges aufzuholen, wenn sie in den nächsten Jahren keine schmerzlichen Kaufkraftverluste hinnehmen wollen.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

FrankfurtWeil die Kauflaune der Börsianer hierzulande noch keine Rekordwerte erreicht, dürften Dax & Co. trotz aller fundamentaler Risiken ihre Rally weiter fortsetzen. Das ist neben der vermeintlichen Alternativlosigkeit ein zentrales Argument der Aktien-Optimisten. Die Idee dahinter: Solange es noch Skeptiker gibt, sind nicht alle potenziellen Käufer investiert.

Was dabei aber übersehen wird: Maßgeblich ist nicht die Stimmung deutscher Marktteilnehmer. Denn über die Hälfte des Aktienkapitals etwa der Dax-Unternehmen liegt in ausländischen Händen. Bei den MDax-Firmen liegt der Anteil der Ausländer am Streubesitz sogar bei mehr als 80 Prozent – knapp ein Drittel davon bei Investoren aus den USA. Und dort herrscht sehr wohl bereits extreme Euphorie, wie aus neuen Sentiment-Daten hervorgeht.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Nach der Wahl des neuen US-Präsidenten im November sind Anleger aus den USA in regelrechte Kaufpanik verfallen: Das Verhältnis von Bullen zu Bären befindet sich seit mehr als sieben aufeinanderfolgenden Wochen auf einem alarmierenden Wert von über drei.

Den jüngsten Erhebungen zufolge stehen einem Pessimisten inzwischen sogar rund dreieinhalb Optimisten gegenüber. So viele wie seit dem Frühjahr 2015 nicht mehr – als der Dax damals eine mehrmonatige Talfahrt startete: von knapp 1.2400 Punkten bis auf unter 8.700 Zähler.

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