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01.09.2016

19:45 Uhr

Musterdepots

Niedrigzinsen bis 2025?

Der Musterdepotstratege Sönke Niefünd will weiter an Infineon festhalten – trotz hohem Depot-Anteil. Derweil sorgt sich Georgios Kokologiannis um jahrelange Niedrigzinsen. Die Handelsblatt-Musterdepots im Überblick.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

FrankfurtDie wichtigsten internationalen Börsen haben den Börsenmonat August 2016 positiv oder zumindest neutral abgeschlossen. Der deutsche Dax hat sich erneut von der starken Seite gezeigt und eine Monatsperformance von 2,5 Prozent verzeichnet. Ähnlich solide entwickelte sich in der Originalwährung der japanische Nikkei 225. Der Euro Stoxx 50 und der britische FTSE 100 lagen jeweils mit rund einem Prozent im Plus, während die wichtigsten US-amerikanischen Indizes den August neutral abgeschlossen haben.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die Einzelpositionen unseres Musterdepots haben sich uneinheitlich entwickelt. Im Aktienkernportfolio gehörten Kingfisher (plus 9,3 Prozent), Telecom Italia (plus 6,5 Prozent) und Baloise (plus 5,8 Prozent) zu den Spitzenreitern. Am unteren Ende der Performanceskala befanden sich Anglo American (minus sieben Prozent) und Voestalpine (minus 5,9 Prozent).

Bei den Ziel-Wikifolios haben das „ETF-Werte des Icax“ von Uwe Freier sowie das „Dividende und Eigenkapital Deutschland“ von Holger Degener eine starke Monatsentwicklung von jeweils rund vier Prozent geliefert. Das Wikifolio von Herrn Degener hat im August außerdem sein nächstes All-Zeit-Hoch erreicht. Das „Aktien? Yeah!“-Wikifolio von Dirk Hagemann schnitt neutral ab, während die restlichen zwei Wikifolios eine negative Monatsperformance verzeichnet haben (minus einen beziehungsweise minus zwei Prozent).

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