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22.06.2015

19:53 Uhr

Musterdepots

Nur eine Erleichterungsrally

Die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Griechenland-Streits hat die Aktienkurse am Donnertag nach oben getrieben. Kein Grund für großen Optimismus, schreibt Georgios Kokologiannis. Die Anleger seien bloß erleichtert.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Die Hoffnung auf eine Entscheidung um Griechenland sorgt für eine Rally. Mehr als eine Erleichterungsrally dürfte das meiner Meinung aber nicht sein. Denn offenbar ist es Anlegern egal, ob Griechenland zahlungsunfähig wird, ob es den Grexit gibt oder ob es doch noch zu einer Einigung in letzter Sekunde kommt.

Hauptsache, es gibt eine Entscheidung – so denken vermutlich viele Anleger. Meiner Ansicht dürfte die Griechenland-Diskussion noch weiter gehen und die Folgen sind derzeit noch nicht absehbar.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

So erwarten laut einer Umfrage der Bank of America Merrill Lynch erwarten inzwischen 85 Prozent der befragten international anlegenden Fondsmanager einen negativen Ausgang des griechischen Schuldendramas. Allerdings erwarten trotzdem nur 15 Prozent einen Grexit, die meisten Umfrageteilnehmer setzen hingegen auf einen nochmaligen Schuldenschnitt. Genau den will die deutsche Regierung eigentlich nicht.

Ich erwarte trotz dieser Rally, dass der deutsche Leitindex in den kommenden Wochen zumindest auf die 200-Tage-Linie zurückfällt. Die von den Investoren viel beachtete Linie liegt derzeit bei 10.500 Punkten. Auch ein Rückfall auf 10.000 Zähler ist durchaus möglich.

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