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18.12.2014

20:22 Uhr

Musterdepots

Ölpreis stützt die Aktienmärkte

Die Fed sorgt für steigende Aktienkurse und bei den Musterdepots für sprudelnde Gewinne. Daniel Hupfer geht außerdem davon aus, dass die günstigen Rohstoffpreise europäischen Aktien einen kräftigen Schub geben könnten.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die amerikanische Notenbank hat wieder einmal geliefert und sorgte mit gemäßigten Aussagen zur Leitzinspolitik für eine Erholungsrally an den internationalen Aktienbörsen. Janet Yellen hat bei ihrer Pressenkonferenz den Wortlaut leicht verändert und sprach nun von einer „geduldigen“ Straffung der Geldpolitik im kommenden Jahr. Wir rechnen weiterhin mit ersten Zinsschritten frühestens zur Jahresmitte 2015 und halten die Auswirkungen auf die Kapitalmärkte für überschaubar.

Die Aktienmärkte dies und jenseits des Atlantiks sind derzeit fundamental gut unterstützt durch die sehr gute Gewinnsituation bei den Unternehmen. Diese könnte sich insbesondere in Europa im kommenden Jahr weiter verbessern, denn die günstigen Rohstoffpreise und der schwache Euro-Wechselkurs gegen den US-Dollar sollten die Gewinnmargen erhöhen.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Mit dem Kauf der ThyssenKrupp-Aktien am Montag dieser Woche haben wir die Aktienquote wieder auf etwa 65 Prozent angehoben, womit wir uns im derzeitigen Kapitalmarktumfeld wohl fühlen. ThyssenKrupp hatte bei der Vorlage der Gesamtjahreszahlen 2013/2014 im vergangenen Monat mit einer ordentlichen Geschäftsentwicklung überzeugen können.

Im kommenden Jahr liegt die Phantasie in der ThyssenKrupp-Aktie bei einem verhaltenen konjunkturellen Ausblick insbesondere in weiteren Kosteneinsparungen des Unternehmens und in deutlich fallenden Zinskosten. Zudem gibt es aus den wichtigsten Absatzbranchen des Stahl- und Technologiekonzerns – der Automobilindustrie und dem Maschinenbau – weiterhin positive Nachrichten. Wir halten ein Kursziel von 24 Euro zunächst für möglich.

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