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15.04.2014

20:47 Uhr

Musterdepots

Ohne den starken Euro wäre EZB näher am Ziel

Mario Draghi erwägt weitere geldpolitische Schritte, der Rohstoffmarkt emanzipiert sich vom Aktienmarkt und Eni bekommt einen neuen Chef. Was das für die Musterdepots zu bedeuten hat, lesen Sie hier.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

EZB-Präsident Draghi hat die Tür für weitere expansive geldpolitische Maßnahmen noch weiter geöffnet. In einem Zeitungsinterview am vergangenen Wochenende in Washington führte Draghi aus, dass eine anhaltende Aufwertung des Euros weitere Stimulus-Maßnahmen seitens der EZB erfordere. Ohne den starken Euro wäre die Inflation im Euroraum schon deutlich näher am Ziel der EZB als aktuell.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Sehr ähnlich äußerte sich zuletzt auch das EZB-Ratsmitglied Benoit Coeure, so dass die Stimmen für zusätzliche geldpolitische Schritte seitens der EZB lauter werden. Da auch die Mitglieder der US-Notenbank zuletzt moderatere Töne hinsichtlich einer Leitzinsanhebung angeschlagen haben, rechnen wir zunächst nicht mit einer Abkehr von der expansiven Geldpolitik. Vor diesem Hintergrund sollte das Niedrigzinsumfeld Bestand haben, so dass Investoren auf der Suche nach Rendite weiterhin risikobehaftete Anlageklassen präferieren werden.

Aus dem Unternehmenssektor bleibt die Nachrichtenlage weiterhin gemischt. Sehr gute Umsatz- und Gewinnzahlen hat Johnson & Johnson vorgelegt. Der weltgrößte Pharmakonzern aus den USA startete nach einem sehr guten Jahr 2013 auch hervorragend in das Jahr 2014 und hob den Ausblick für das Gesamtjahr an. Insbesondere der pharmazeutische Bereich sorgte für starkes Wachstum, während im Bereich der Konsumartikel leichte Absatzrückgänge hingenommen werden mussten. Im Bereich der Pharmaaktien sind wir derzeit nur in die deutsche Merck investiert, da das Bewertungsniveau des Sektors nach der starken Wertentwicklung der vergangenen Jahre nicht mehr günstig ist.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

16.04.2014, 08:12 Uhr

Hier ist ja so gut wie alles vertauscht. Bilder/Depots passen nicht zum Kommentar etc.

Auffällig, dass der Amateur (Redakteur) besser abschneidet als die (teuren) Profis. Grundsätzlich wäre man bis jetzt auch wieder mit einem stinknormalen, kostengünstigen MSCI World ETF besser gefahren. Wer es konservativer mag, dann eben 50/50 in MSCI World und Renten-ETF.

Fazit: Den ganzen teuren Käse, den uns die Finanzheinis andrehen wollen, können wir uns sparen.

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