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09.08.2016

18:36 Uhr

Musterdepots

„Optimismus erreicht fragwürdige Ausmaße“

Musterdepotstratege Georgios Kokologiannis hält die derzeitige Rally für eine Blase und will bei weiter steigenden Kursen mit speziellen Produkten auf fallende Dax-Notierungen setzen.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

FrankfurtDie mit steigender Sorglosigkeit der Anleger einhergehenden Kursgewinne am Aktienmarkt nutze ich, um auch den Rest der offensivsten Depotposition loszuschlagen: Ich schließe den schrittweisen Verkauf der Sprintzertifikate ab, die sich auf den europäischen Leitindex Euro Stoxx 50 beziehen (WKN: CW7CXY).

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Trotz aller fundamentaler Risiken hat der Optimismus der Investoren mittlerweile fragwürdige Ausmaße erreicht. Das geht nicht nur aus den aktuellsten Umfragen hervor, sondern auch aus speziellen Marktindizes: So ist nun etwa der VDax, der die Unsicherheit der Börsianer am deutschen Aktienmarkt misst, am Dienstag auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr gesunken.

Sollte sich die Übertreibung bei Dax & Co in den kommenden Tagen fortsetzen, werde ich mit Hilfe spezieller Finanzinstrumente auf ein Auslaufen der Blasenbildung und mögliche Rückschläge an den Börsen setzen. Dazu nehme ich unter anderem ein neues Reverse-Bonuszertifikat auf meine Beobachtungsliste, das sich auf den Dax bezieht. Während der Laufzeit entwickeln sich solche Anlagevehikel tendenziell spiegelverkehrt zum Aktienmarkt.

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