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23.10.2014

20:15 Uhr

Musterdepots

Permanentes Depotmanagement ist ein Muss

Das ständige Auf und Ab an den Aktienmärkten zeigt, dass alte Börsenweisheiten derzeit ausgedient haben. Das wissen auch die Autoren der Musterdepots. Das Credo „Kaufen und Liegenlassen“ ist nicht mehr gültig.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

In der vergangenen Woche kamen erstmals seit längerer Zeit Anleihen aus den südeuropäischen Ländern unter Druck. Die von uns gehaltene Portugal-Anleihe verlor in der Spitze bis zu sieben Prozent, hat von diesem Verlust aber bereits mehr als die Hälfte wieder aufgeholt. Derartige Schwankungen sind unschön, müssen aber zugunsten einer höheren Performanceerwartung von den Investoren ertragen werden.

Auffallend ist, dass sich der Bereich der High-Yield-Anleihen sehr stabil gehalten hat, und dass der gekaufte ETF, welcher eine Vielzahl  amerikanischer High-Yield-Anleihen hält, wieder neue Höchstkurse markiert. Dies ist zum Teil auf Währungsgewinne zurückzuführen, weil der US-Dollar gegenüber dem Euro leicht aufgewertet hat. Zudem haben die Anleihen die Turbulenzen der Aktienmärkte nur gering nachgezeichnet und sich dementsprechend schneller von den Verlusten erholt.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Mit einer Performance von annähernd zwölf Prozent sind Anleihen ein wesentlicher Performancelieferant für das Portfolio. Obwohl diese Asset-Klasse nur mit 25 Prozent gewichtet ist, erwirtschafteten die Anleihen 60 Prozent der Portfolioperformance. Gleichzeitig haben sie die Volatilität des Depots reduziert.

Die Aktien von Infineon konnten heute von einer Hochstufung des Analysten von HSBC profitieren. Hier wird die Aktie auf „overweight“ mit einem Kursziel von 8,90 Euro hochgestuft. Auch andere Brokerhäuser haben bereits die Aktien des Chipherstellers zum Kauf empfohlen. Die hier avisierten Kursziele liegen mit über zehn Euro deutlich höher. Zumindest mit Blick auf die kurze Frist halten wir diese Ziele aber für sehr ambitioniert.

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