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04.03.2014

20:24 Uhr

Musterdepots

„Politische Börsen haben kurze Beine“

Auf dicke Verluste folgen starke Gewinne. Die Krim-Krise sorgt für ein Auf und Ab an den Börsen. Die Autoren der Musterdepots versuchen besonnen zu bleiben und blicken auf starke Februar-Gewinne zurück.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Börsianer im Wechselbad der Gefühle: Nachdem der russische Präsident Wladimir Putin am Dienstag die Furcht vieler Investoren vor einem militärischen Konflikt um die Halbinsel Krim dämpfte, haben wieder die Bullen das Zepter an den Aktienmärkten übernommen.

Die Notierungen schnellten an den meisten Börsen in Europa fast genauso so dynamisch wieder nach oben, wie sie am Vortag eingebrochen waren. Die Hoffnungen ruhen jetzt auf einer diplomatischen Lösung der Krise in der Ukraine – der Blick der Anleger richtet sich wieder auf die anstehende Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Nicht wenige Anlagestrategen rechnen fest mit weiteren Stützungsmaßnehmen der Notenbanker für die Wirtschaft des Euroraums – und damit auch die Aktienmärkte. Angesichts drohender Deflationsgefahren halten sie eine erneute Zinssenkung unter das ohnehin schon historisch niedrige Niveau von 0,25 Prozent für gerechtfertigt. Sie sehen daher Gewinnpotenzial – und damit den jüngsten Kursrutsch als vermeintliche Einstiegchance.

Sollte EZB-Chef Mario Draghi allerdings diese Erwartung enttäuschen, ist ein weiterer Richtungswechsel an den Börsen wahrscheinlich. Angesichts dieser hochriskanten (geld-)politischen Gemengelage halte ich mich in den kommenden Tagen mit Neuengagements zurück.

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