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12.03.2014

19:57 Uhr

Musterdepots

Politische Börsen haben kurze Beine

Daniel Hupfer bleibt trotz der Krim-Krise weiter voll investiert. Alexander Kovalenko blickt derweil auf das chinesische Bankenproblem .Und G. Kokologiannis kommt zu dem Schluss: Dividendenpapiere bleiben heißt begehrt.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Aus heutiger Sicht lässt sich eine politische Lösung der Krise in der Ukraine nicht erkennen. Die Kapitalmärkte fürchten dagegen immer mehr Sanktionen seitens der Politik, welche sich wirtschaftlich auch auf Europa auswirken können. Aber wie steht es um die deutschen  Handelsbeziehungen zu Russland bzw. der Ukraine?

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Der Anteil des deutschen Exportes nach Russland betrug im vergangenen Jahr ca. 3,5%. Dieser Wert mag zwar gering erscheinen, aber in der Betrachtung der letzten Jahre fällt auf, dass der Anteil seit dem Jahr 2000 kontinuierlich gestiegen ist. Somit könnten Wirtschaftssanktionen gegen Russland unsere Exportwirtschaft treffen. Dagegen beträgt der Exportanteil in die Ukraine nur 0,5%. Dieser Wert ist weitgehend zu vernachlässigen und beeinflusst die hiesige Wirtschaft nicht wesentlich. Der geringe Anteil ist aber auch erklärbar, da die Wirtschaftsleistung der Ukraine nur ca. 170 Mrd. USD beträgt. Damit ordnet sich der Staat zwischen den Leistungen der Stadt Hamburg (ca. 130 Mrd. USD) und die des Landes Hessen (ca. 290 Mrd. USD) ein. Also ist die wirtschaftliche Leistung der Ukraine global betrachtet überschaubar. In der Summe werden die möglichen Sanktionen gegen Russland die Kapitalmärkte sicher stärker beeinflussen als eine geringere Wirtschaftsleistung der Ukraine.

In der jetzigen Phase halten wir an unseren Engagements im Portfolio weiter fest, bis wir neue Erkenntnisse bezüglich der globalen Konjunkturentwicklung erhalten. Der Preis für diese Vorgehensweise wird eine erhöhte Volatilität im Portfolio sein. Aber in diesen Tagen einen exakten Punkt für einen Wiedereinstieg nach einem möglichen Verkauf zu finden ist nicht einfach. Sollte sich eine Lösung abzeichnen, werden die Börsen erfahrungsgemäß sehr zügig sich erholen.

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