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17.11.2016

17:34 Uhr

Musterdepots

Politisches Europa im Blick

Georgios Kokologiannis erwartet ein Auslaufen der Aktienhausse. Sönke Niefünd blickt vor allem auf die politischen Entscheidungen in Italien, Österreich und Großbritannien Ende des Jahres und in 2017.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Trotz der jüngsten Trump-Euphorie an der Wall Street rechne ich weiterhin mit einem allmählichen Auslaufen der zweitlängsten Aktienhausse aller Zeiten und habe das Depot entsprechend ausgerichtet. Mittelfristig erzielt es dann die höchste Rendite, wenn Dax & Co. unter dem Strich kaum noch zulegen.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Bis zum kommenden Spätsommer steigt in diesem Szenario der Gesamtertrag von jetzt etwa 22,5 Prozent seit Auflegung auf dann knapp 30 Prozent. Etwas zusätzliche Rendite ist durch Wechselkurseffekte möglich, falls der US-Dollar weiter aufwertet. Gegen Börseneinbrüche in den USA und Europa ist das Depot gleichzeitig weitesgehend immun.

 

An den weltweit taktgebenden US-Börsen werden spätestens wenn der designierte neue US-Präsident Donald Trump im Januar vereidigt wird, die Risiken seiner Vorhaben stärker in den Fokus rücken. Auch statistisch spricht wenig für eine ausgedehnte Fortsetzung der bisher rund siebenjährigen Hausse. So hält der laufende Wirtschaftsaufschwung inzwischen bereits seit über 87 Monaten an - etwa doppelt solange wie die durchschnittliche historische Dauer.

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