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02.01.2015

06:27 Uhr

Musterdepots

Positive Bilanz, optimistischer Ausblick

Unsere drei Experten ziehen eine positive Bilanz für 2014. Mit der Entwicklung sind sie zufrieden. Auch für 2015 sind sie optimistisch, sehen aber auch Risiken. Doch politische Krisen bergen bekanntlich auch Chancen.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Für unser Privatbank-Depot war 2014 ein außerordentlich erfolgreiches Jahr, nicht allein wegen der erzielten Wertentwicklung, sondern auch wenn man das dabei eingegangene Risiko betrachtet. Dass das Jahr 2015 genauso positiv verlaufen wird, ist nicht unsere Grundannahme, dennoch sind wir optimistisch, dass mit etwas Fortune und taktischem Geschick auch in diesem Jahr eine ordentliche Performance erzielt werden kann.

Bei allem Optimismus stellt sich jedoch auch immer die Frage nach den potenziellen Risiken. Von diesen gibt es mehr als genug: Seien es die geopolitischen Krisenherde in Osteuropa sowie im Mittleren und Nahen Osten. Oder die in diesem Jahr bevorstehenden Wahlen in Griechenland, in Spanien oder in Großbritannien, die zu einer Stärkung der antieuropäischen Parteien führen könnten.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Nicht zu vergessen die Geldpolitik mit ihren möglichen Auswirkungen auf die Kapitalmarktzinsen und die Währungsrelationen. Aktives Portfoliomanagement bleibt deshalb unsere wichtigste Aufgabe, um auch 2015 erfolgreich zu sein.

Aber: Die vergangene Jahre haben gezeigt, dass die Probleme, über die man sich im Vorfeld Gedanken gemacht hat, meistens nicht die waren, die im Folgejahr die Kurse beeinflusst haben. Wer hat schließlich auf dem Schirm gehabt, welchen politischen Konfrontationskurs Russland einschlagen würde? Wer hat den Einbruch des Ölpreises prognostiziert? Wir werden deshalb auch 2015 nach den Überraschungen Ausschau halten, die heute niemand prognostiziert und die genau aus diesem Grund die Kurse bewegen werden.

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