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24.04.2014

20:49 Uhr

Musterdepots

Positive Überraschungen nehmen zu

Ukraine-Krise hin oder her. Die deutsche Wirtschaft lässt sich von den Unruhen nicht beeindrucken und auch die US-Werte entwickeln sich prächtig. Die Autoren der Musterdepots bleiben optimistisch.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Mit Apple und Facebook veröffentlichten zwei Technologieunternehmen gestern gute Zahlen für das vergangene Quartal. Apple überzeugte zudem mit einer Erhöhung der Dividende und einer Aufstockung des laufenden Aktienrückkaufprogramms auf nunmehr 90 Milliarden US-Dollar. Während Apple beim Absatz des iPhone deutlich zulegen konnte, übertraf Facebook aufgrund steigender Werbeerlöse die Markterwartungen. Aber auch aus der „Old Economy“ gab es gute Nachrichten. So steigerte der Baumaschinenhersteller Caterpillar den Nettogewinn deutlich und erhöhte den Ausblick für das Jahr 2014. Ebenfalls über den Erwartungen lagen die Ergebnisse von General Motors und Verizon, während der weltgrößte Post- und Kurierdienst UPS enttäuschte.

Insgesamt nimmt die Zahl der positiven Überraschungen zu, so dass die Berichtssaison in den USA wieder einmal gut ausfallen sollte. Begleitet von starken volkswirtschaftlichen Zahlen, wie der Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklimaindex mit 111,2 Punkten sowie einem Produktionszuwachs von zwei Prozent bei langlebigen Wirtschaftsgütern in den USA, sollte das positive Aktienmarktumfeld zunächst anhalten.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Europas größter Reifenhersteller Michelin konnte mit den Zahlen zum ersten Quartal keine Euphorie auslösen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal war der Umsatz leicht rückläufig. Hintergrund hierfür sind auch bei Michelin negative Währungseffekte aufgrund des starken Euro, aber auch Umsatzeinbußen in Osteuropa aufgrund der Krimkrise. Der Gesamtjahresausblick wurde allerdings bestätigt, nach wie vor geht das Management von steigenden Umsätzen und einem höheren operativen Gewinn aus. Michelin baut derzeit neue Fabriken in Brasilien, China, Indien und den USA. Gleichzeitig sollen in Frankreich Kapazitäten geschlossen werden, so dass weitere Kosten eingespart werden.

Trotz der leichten Enttäuschung bleiben wir in dem Wert weiter investiert. Wir gehen davon aus, dass Michelin von der anziehenden Automobilnachfrage in Europa einer der Hauptprofiteure sein sollte.

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