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15.02.2016

19:52 Uhr

Musterdepots

Positiver Ausblick trübt sich ein

Der jüngste Abschwung an den Aktienbörsen und die ungewisse Zukunft der Weltwirtschaft beschäftigt auch die Handelsblatt-Musteranleger. Sie müssen nun ihre Investitionsstrategie justieren.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

FrankfurtDie derzeit beherrschende Frage an den Kapitalmärkten ist, ob sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen soweit verschlechtert haben oder dies absehbar zu erwarten ist, dass mit einem kräftigen wirtschaftlichen Abschwung oder sogar einer neuen Rezession gerechnet werden muss. Nicht wenige Marktteilnehmer ziehen Parallelen zur Situation im Jahr 2008 und befürchten eine ähnliche wirtschaftliche Entwicklung wie damals – mit vergleichbaren Auswirkungen auf die Aktienmärkte.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

In unserem im Dezember 2015 publizierten Ausblick für 2016 sind wir davon ausgegangen, dass ein mögliches Abgleiten in die Rezession zwar am Kapitalmarkt thematisiert werden wird, die Eintrittswahrscheinlichkeit eines solchen Szenarios aber sehr gering ist. Dies war für uns der Grund, auf ein positives Aktienmarktjahr 2016 zu setzen. Ein Blick auf die Konjunkturdaten, die seit Dezember letzten Jahres veröffentlich wurden, offenbart aber, dass diese Einschätzung Risse bekommen hat. Dennoch gibt es unseres Erachtens nach wie vor viele Argumente dafür, dass eine globale Rezession eher  unwahrscheinlich und der Vergleich mit 2008 irreführend ist.

Allerdings muss man konstatieren, dass es zur Zeit sehr einfach ist, ein negatives Szenario argumentativ aufzubauen. So gibt es beispielsweise im Hinblick auf China und der dortigen Wirtschaftsentwicklung viele Ungereimtheiten. Zwar fallen die offiziell veröffentlichten Daten zum Wirtschaftswachstum des vergangenen Jahres mit 6,9 Prozent immer noch ordentlich aus, selbst wenn dies der geringste Zuwachs der vergangenen 25 Jahre war. Dies ist aber bei einer immer größer werdenden Volkswirtschaft – China belegt im internationalen Vergleicht mittlerweile Platz zwei nach den USA – keine ungewöhnliche Entwicklung.

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