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07.12.2015

21:18 Uhr

Musterdepots

Privathaushalte sollen für Wachstum sorgen

Die deutsche Wirtschaft hat 2015 den wirtschaftlichen Krisen aus Griechenland oder China getrotzt. Das lässt Daniel Hupfer von der Privatbank M. M. Warburg hoffen. 2016 werde der private Konsum für Wachstum sorgen.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Trotz eines zwischenzeitlich beachtlichen konjunkturellen Gegenwindes in Form vielfältiger Unsicherheiten – erneute Euro- beziehungsweise Griechenlandkrise, Schwäche der Schwellenländer, insbesondere Chinas, Volkswagen-Skandal – hat sich die deutsche Wirtschaft 2015 sehr ordentlich und sogar etwas besser als von uns vor 12 Monaten erwartet (1,5 Prozent) entwickelt.

Dies dürfte 2016 nicht anders sein. Während die Aufschwünge der letzten Jahre zumeist hauptsächlich oder sogar allein von den Unternehmen getragen wurden, haben jetzt die Privathaushalte das Zepter übernommen.

Der Konsum wächst dieses Jahr dank eines boomenden Arbeitsmarktes, ordentlicher Lohnsteigerungen und einer nicht vorhandenen Inflation mit zwei Prozent und damit so stark wie seit 15 Jahren nicht mehr. An diesen günstigen Rahmenbedingungen wird sich sobald nichts ändern.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Deshalb gehen wir davon aus, dass auch 2016 der stärkste Wachstumsbeitrag vom privaten Verbrauch kommen wird. Denn bislang gibt es keinerlei Anzeichen dafür, dass sich der Aufschwung am deutschen Arbeitsmarkt in der nächsten Zeit nicht weiter fortsetzen wird – trotz des großen Zustroms an Flüchtlingen, die nach Deutschland kommen.

Die Flüchtlinge werden aber erst nach und nach dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, sodass diese Effekte erst ab der zweiten Jahreshälfte 2016, wahrscheinlich sogar erst 2017 zu einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen führen können.

In der Zwischenzeit wirken sich aber anhaltende Reallohnzuwächse, kräftige Rentensteigerungen und höhere Transferzahlungen des Staates an die privaten Haushalte positiv auf den Konsum und damit das gesamtwirtschaftliche Wachstum aus. Nicht zu vergessen ist der höhere Staatsverbrauch, der sich ebenfalls zunächst positiv auf das Wachstum auswirkt.

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