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25.06.2014

22:22 Uhr

Musterdepots

Profitable Sprinterzertifikate

Ihr Laufzeitende erreicht haben am Mittwoch Sprintzertifikate auf den EuroStoxx50 im Depot von Georgios Kokologiannis. Daher werden diese nun zurückgezahlt. Verdient hat Kokologiannis damit rund zwanzig Prozent.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Die die Sprintzertifikate auf den Euro Stoxx 50 (WKN: CB0MXY) haben ihre Laufzeit erreicht. Daher werden diese Anlageprodukte jetzt durch den Emittenten - die Commerzbank - automatisch zurückgezahlt. Verdient habe ich mit diesen speziellen Zertifikaten, die Kurszuwächse des europäischen Leitindexes verdoppeln, seit dem Einstieg Mitte März rund zwanzig Prozent. Damit habe ich damals darauf gesetzt, dass sich der Euro Stoxx von seinem damaligen Jahrestief bis Ende Juni durchaus kräftiger erholen könnte.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die nun freigewordene Liquidität werde ich in den kommenden Tagen reinvestieren. Allerdings in weniger offensive Anlageprodukte. Ich gehe davon aus, dass die Luft an Europas Aktienmärkten für noch höhere Notierungen extrem dünn geworden ist. Ich rechne mittelfristig bestenfalls mit einer Seitwärtsbewegung an den Börsen. Aus fundamentaler Sicht gibt es momentan keinen Grund für steigende Kurse. Im Gegenteil: Es mehren sich die Anzeichen dafür, dass die Aktienmärkte auf tönernen Füßen stehen.

Vorläufiger Höhepunkt: Während der US-Aktienindex S&P 500 in den vergangenen Tagen immer neue Allzeitrekorde aufgestellt hat, ist die Wirtschaftsentwicklung zuletzt regelrecht eingebrochen. Das zeigen die heute Nachmittag veröffentlichten offiziellen Daten: Im ersten Quartal dieses Jahres sank das Bruttoinlandsprodukt in den USA mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 2,9 Prozent! Das ist das schlechteste Ergebnis seit fünf Jahren und wäre vor dem Beginn der Dauermanipulation der Finanzmärkte durch die Notenbanken für einen veritablen Absturz an der Wall Street gutgewesen.

Mittlerweile aber hält sich der Schock der Börsianer selbst angesichts solcher Horrornachrichten in sehr engen Grenzen. Schon in den nächsten Tagen werden die ersten Forderungen nach einem Aussetzen des Ausstiegs aus der ultralockeren Geldpolitik kommen…

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