Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.08.2016

16:05 Uhr

Musterdepots

Profitieren, wenn Dax aus der Puste kommt

Das defensive Handelsblatt-Musterdepot erzielt dann die höchste Rendite, wenn die Börsenbarometer auf der Stelle treten. Georgios Kokologiannis wartet deshalb auf das Erschlaffen der Sommer-Rally.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

FrankfurtWährend die Aktienkurse in Europa und den USA in den vergangenen Wochen immer weiter in den Übertreibungsbereich geklettert sind, wurde das Musterdepot deutlicher auf ein Auslaufen der Börsenrally ausgerichtet: Durch einen höheren Bargeldbestand von inzwischen mehr als einem Drittel des Anlagekapitals – und durch den Zukauf spezieller Absicherungsprodukte. Mittelfristig erreicht das Portfolio hierdurch dann die höchste Rendite, wenn Dax & Co. unter dem Strich nur noch auf der Stelle treten – oder sogar kräftig nachgeben.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Konkret: Bis zum kommenden Frühsommer steigt in diesem Szenario der Gesamtertrag von jetzt etwa 17 Prozent seit Auflegung auf dann knapp 24 Prozent. Umgerechnet entspräche dies einer jährlichen Rendite von etwas mehr als sieben Prozent seit dem Start des defensiven Handelsblatt-Portfolios Anfang 2014, die genau im langfristig angestrebten Zielkorridor läge: einem Plus von im Schnitt sechs bis acht Prozent per annum – und zwar möglichst unabhängig davon, ob die Aktienmärkte gerade haussieren oder nicht.

Ausgebaut hatte ich zuletzt den Bestand an sogenannten Reverse-Bonuszertifikaten, die sich tendenziell entgegengesetzt zum deutschen Leitindex Dax entwickeln (WKN: CD0EYZ). Diese speziellen Anlagepapiere profitieren davon, wenn der Sommerrally die Luft ausgeht - oder der Leitindex bis Juni 2017 sogar deutlich einbricht. Mindestens zwölf Prozent Gewinn lassen sich mit den Reverse-Bonuszertifikaten erzielen, solange der Dax unter der Marke von 12.100 Punkten bleibt. Bereits jetzt hat diese Depotposition knapp zwei Prozent an Wert gewonnen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×