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26.03.2014

19:46 Uhr

Musterdepots

Quantitative Lockerung für Europa

Folgt die EZB dem Vorbild der amerikanischen Notenbank und kauft bald massiv Wertpapiere? Äußerungen von EZB-Vertretern deuten zumindest darauf hin. Börsianer würden sich über die neue Geldflut sichtlich freuen.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Der deutsche Aktienmarkt befindet sich trotz schwächerer Zahlen zum IFO-Geschäftsklima auf dem Erholungspfad. Während der DAX vergangene Woche noch mit der 9.000 Punkte Marke kämpfte, bewegt sich der Markt aktuell wieder auf die 9.500 Punkte zu. Hintergrund für diese Bewegung ist einerseits ein Ausbleiben negativerer Nachrichten aus der Ukraine, aber vor allem Äußerungen von verschiedenen EZB-Vertretern hinsichtlich einer vermeintlichen Lockerung der Geldpolitik.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Diskutiert werden weiterhin einerseits negative Zinsen und andererseits wird sogar ein Quantitative Easing, wie es derzeit in den USA praktiziert wird, nicht komplett ausgeschlossen. Überraschenderweise hat dabei selbst Jens Weidmann nun moderatere Töne angeschlagen und hält die Tür für Anleihenkäufe offen, solange das Verbot der Staatsfinanzierung respektiert wird. In den kommenden Tagen werden neue Inflationsdaten für die Eurozone veröffentlicht und vielleicht stehen dann unkonventionelle Maßnahmen der EZB für kommenden Donnerstag auf der Tagesordnung.

Im Portfolio haben wir einige Anpassungen vorgenommen. Den Euro Stoxx ETF haben wir weiter reduziert, da wir grundsätzlich einen Einzeltitelansatz verfolgen. Neu aufgenommen wurden BASF und Cap Gemini. Beide Unternehmen sind in unseren internen Aktien-Qualitätsrankings weit oben aufgeführt. Cap Gemini ist eine der größten Unternehmensberatungen in Europa und besticht neben einem ausgezeichneten Markenauftritt durch eine gute Bilanzqualität. Neben einer deutlichen Steigerung des Nettogewinns im Jahr 2013 überzeugte das Unternehmen durch einen sehr starken freien Cashflow. Dieser führte zu einer Erhöhung der Dividende und sorgt für Phantasie, zum Beispiel Aktienrückkäufe durchzuführen.

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