Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.08.2016

17:30 Uhr

Musterdepots

Rally ohne starkes Fundament

Die Wirtschaft in den USA hält nicht mit den Börsen mit. Wichtige Konjunkturparameter enttäuschten zuletzt. Dauerhaft können die Märkte dies aber nicht ignorieren, warnt Handelsblatt-Redakteur Georgios Kokologiannis.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Die Wirtschaftsentwicklung in den USA und Europa steht in scharfem Kontrast zu der Rally an den Aktienbörsen: Während die Kurse an der Wall Street sowie Dax & Co. seit mehr als vier Wochen nahezu ungebremst klettern, enttäuschen wichtige Konjunkturparameter. So ist das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal mit 1,2 Prozent nur halb so stark gewachsen wie Experten erwartet hatten. Das BIP der Euro-Zone ist zwischen April und Juni sogar nur um 0,3 Prozent gestiegen und hat sich seit dem ersten Quartal halbiert.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Dauerhaft werden die Märkte dies nicht einfach ignorieren, wenn die Konjunkturschwäche zu immer deutlicheren Bremsspuren in den Bilanzen der Unternehmen führt. Bei den Dax-Konzernen erwarten Analysten inzwischen für 2016 eine Gewinnrezession im Vergleich zum Vorjahr von einem Prozent. Vor allem in Europa dürfte die Unsicherheit nach dem Brexit-Votum der Briten mittel- und langfristig die Konjunktur und Gewinnentwicklung der Firmen belasten. Insbesondere in Deutschland, dessen drittwichtigster Handelspartner das Vereinigte Königreich ist.

Selbst in China belastet der Brexit die Geschäftsaussichten mittlerweile messbar. Chinas Industrie hat im Juli überraschend einen Dämpfer erhalten. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen verzeichneten einer aktuellen Umfrage zufolge schrumpfende Geschäfte: Der zum Wochenstart veröffentlichte offizielle Einkaufsmanagerindex sank auf 49,9 Punkte und damit knapp unter die Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Das nationale Statistikbüro führt dies unter anderem zurück auf das Votum der Briten, die Europäische Union zu verlassen.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

02.08.2016, 08:24 Uhr

erster,Erster,ERSTER, E R S T E R

KOMMENTIERER

ich bin so glücklich

vor Anette, Ralph,Marc,Rainer,Harald,Otto,Enrico,Vinci,carlos......

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×