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19.01.2016

18:29 Uhr

Musterdepots

Raus aus den Öl-Zertifikaten

Das chinesische Börsen-Beben beschäftigt unsere Autoren weiterhin. Kokologiannis will sich von seinen Öl-Zertifikaten trennen, Hupfer will noch nicht in Rohstoffunternehmen einsteigen.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

In den kommenden Tagen werde ich mich von den Öl-Zertifikaten im Musterdepot trennen (WKN: DG6AQ5). Denn trotz des bisherigen Preissturzes am Rohölmarkt erscheint die weitere Entwicklung beim „Schwarzen Gold“ momentan völlig offen. Die Papiere notieren rund dreißig Prozent im Minus – und die Chancen auf eine deutliche Kurserholung bis zur regulären Rückzahlung in etwa zwei Monaten erscheinen mir zu gering.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

 Am heutigen Dienstag konnten sich die Ölpreise zwar leicht stabilisieren – nach einem rund 25-prozentigen Einbruch allein seit Jahresbeginn. Die richtungsweisende Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich zeitweise um bis zu knapp sechs Prozent auf über 30 Dollar je Fass (159 Liter). Noch am Vortag war der Preis auf ein Zwölf-Jahres-Tief von 27,67 Dollar gefallen. 

Doch ein Blick auf die aktuelle Konstellation an den Terminmärkten zeigt: Allein damit mein Öl-Investment nicht tiefer in den roten Bereich abrutscht, müssten die Notierungen für US-Öl der Sorte WTI  bis März um rund fünf Prozent stärker steigen, als es die Rohstoff-Profis derzeit einpreisen. Und da ich beim Kauf dieses speziellen Anlageinstruments im vergangenen August bewusst auf eine Variante gesetzt hatte, die Währungseffekte ausklammert, würde diese Depotposition auch nicht von einer weiteren Dollar-Aufwertung profitieren.

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