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17.01.2016

15:33 Uhr

Musterdepots

Rein oder raus aus Aktien

Ölpreisabsturz, China-Crash – und nun auch schwache US-Konjunkturdaten. Gute Gründe für eine Reduktion des Aktienanteils im Depot sind vielfältig. Was unsere Musterdepotstrategen zu einer Umschichtung sagen.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Wir haben gestern in unserem Depot die Aktienquote weiter reduziert. Aktuell beträgt diese nunmehr etwa 60 Prozent. Im Gegenzug haben wir die Liquidität auf etwa 20 Prozent weiter erhöht. Hintergrund ist die weiterhin hohe Unsicherheit an den Kapitalmärkten, die täglich durch neue negative Nachrichten unterstützt wird. Am Freitag waren es schwache Konjunkturdaten aus den USA, die die Aktienmärkte kräftig unter Druck gebracht haben.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

So fiel der Empire State Manufacturing Index in den USA auf den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2009 und deutet damit auf eine zunehmende Konjunkturschwäche hin. Wir rechnen nach wie vor nicht mit einem großen Knall an den Aktienmärkten, wollen derzeit aber die Portfoliorisiken etwas senken und zudem genügend Liquidität haben, um auf einem tieferen Niveau die Aktienquote wieder zu erhöhen.

In der aktuellen Marktphase hält sich der von uns zuletzt erworbene Warburg-Multi-Smart-Beta relativ gegen den europäischen Aktienmarkt sehr gut. Der Fonds investiert in 100 europäische Aktien, die mit einem intelligenten Selektionsansatz ermittelt werden. Aktuell wird eine große Anzahl an britischen Aktien gehalten, vor allem von Unternehmen mit einer geringeren Marktkapitalisierung.

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