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21.12.2014

13:08 Uhr

Musterdepots

Rente schlägt Aktie

Daniel Hupfers Depot profitiert vom hohen Anteil festverzinslicher Wertpapiere. Die liefen in diesem Jahr besonders gut. Nun diskutiert er aus, ob der Erfolg in diese Anlageklasse auch 2015 bestehen bleibt.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

2014 hätte gemäß den Prognosen vieler Banken das Jahr der Aktie werden sollen, stattdessen wurde es das Jahr der Renten: Festverzinsliche Wertpapiere haben sich als die großen Gewinner des Kapitalmarktjahres 2014 erwiesen – zumindest dann, wenn man als Anleger den Mut aufbrachte, in längere Laufzeiten und Spreadprodukte wie beispielsweise Unternehmensanleihen oder in Staatsanleihen aus den Ländern der europäischen Peripherie zu investieren.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Denn damit hat man die Wertentwicklung vieler Aktien und Börsenindizes zum Teil deutlich übertreffen können. Die Verlierer des Anlagejahres 2014 sind hingegen diejenigen, die aus Risikoscheu ihr Vermögen auf Tagesgeldkonten, auf Sparbüchern oder in sichere Staatsanleihen mit kurzen Laufzeiten angelegt haben. Wir haben in unserem Depot das ganze Jahr hindurch eine Anleihenquote von etwa 30 bis 40 Prozent gehalten. Die Wertentwicklung für diesen Teil des Depots liegt bei weit über 10 Prozent, so dass wir vom starken Trend der festverzinslichen Wertpapiere profitiert haben.

Aber die Kursgewinne, die Zinspapiere in diesem Jahr erzielt haben, werden sich aller Voraussicht nach zumindest vom absoluten Ausmaß her so in Zukunft nicht mehr wiederholen lassen. Dafür sorgt allein die (Finanz-) Mathematik: Da die Zinsen vieler Anleihen nicht oder zumindest nicht mehr deutlich fallen können, ist das weitere Kurspotenzial begrenzt. Wir werden zu Beginn des kommenden Jahres zunächst an unseren Anleihen festhalten und werden im Jahresverlauf gefordert sein, neue Opportunitäten zu suchen.

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