Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.02.2014

19:15 Uhr

Musterdepots

„Risikomanagement ist das Gebot der Stunde"

Der Dax ist fast so teuer bewertet wie vor der Finanzkrise. Die Angst vor einem größeren Kursrücksetzer wächst. Unsere Redakteure setzten daher lieber auf sichere Investments. Staatsanleihen gehören allerdings nicht dazu

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Bei der Portfoliokonstruktion ist die Allokation von Aktien derzeit keine leichte Aufgabe. Die Aktienmärkte sind bereits weit gelaufen und bewegen sich absolut auf hohen Niveaus und auch die Bewertungsfaktoren zeigen, dass Aktien nicht mehr günstig sind. Dennoch gibt es aus unserer Sicht eine Vielzahl von guten Unternehmen, bei denen die Perspektiven weiter stimmen. Viel schwieriger erachten wir derzeit den Kauf von Anleihen, gehören diese doch je nach Risikoeinstellung des Anlegers grundsätzlich in ein Wertpapierportfolio.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Aufgrund der Niedrigzinsphase könnte man Anleihen derzeit als zinsloses Risiko beschreiben. Realer Kapitalerhalt ist bei den niedrigen Kupons kaum noch möglich, zusätzlich drohen im Falle steigender Zinsen zumindest temporäre Kursverluste. Für Anleger, die das Risiko eines reinen Aktienportfolios nicht tragen können oder wollen, ist es dennoch sinnvoll Anleihen beizumischen. Wichtig ist es hierbei allerdings, die Risiken breit zu streuen und die Strategie des „buy and hold“ aufzugeben. Aktives Risikomanagement ist das Gebot der Stunde.

Wir zeichnen heute die Anleihe-Neuemission des französischen Autobauers Renault. Die Laufzeit beträgt 7 Jahre, der Kupon wird bei etwa 3,3% liegen. Das Rating von S&P liegt mit BB+ eine Stufe unterhalb des Investment-Grade. Das operative Geschäft von Renault entwickelt sich derzeit gut. Die Ergebnisse waren zuletzt auch positiv getrieben durch Nissan, an denen Renault einen Anteil von etwa 43% hält. Wir rechnen bei der Emission mit einer hohen Nachfrage, da viele Anleger nach wie vor auf der Suche nach zumindest etwas Rendite sind.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×